Politik Tarife: IG Metall will „rund sechs Prozent“ mehr

«Frankfurt.» Lohnerhöhungen um die sechs Prozent und Anspruch auf kürzere Arbeitszeit: Das sind zentrale Elemente der Forderungsempfehlungen der IG-Metall-Bezirke mit Blick auf die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.
Die Beschäftigten müssten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Branche teilhaben, begründete der Leiter des auch für Rheinland-Pfalz zuständigen IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, gestern die Forderungsempfehlung einer Lohnerhöhung von „rund sechs Prozent“. Deshalb wolle man in der Tarifrunde auch eine „angemessene Umverteilungskomponente“ verlangen. Darüber hinaus will die IG Metall einen individuellen Anspruch der Mitarbeiter auf eine zeitweise verkürzte Wochenarbeitszeit durchsetzen. Konkret sollen die Beschäftigten die Möglichkeit haben, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu reduzieren. Bestimmte Beschäftigtengruppen sollen dabei einen „Teilentgeltausgleich“ erhalten. Werner Simon, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Pfalzmetall, bezeichnete die Forderungsempfehlung als „völlig überzogen“. Die Tarifverhandlungen beginnen Mitte November. Kommentar Seite 2