Politik Syrien: Kämpfe gehen trotz Feuerpause weiter

Placeholder-Image

Damaskus. Nach dem Inkrafttreten mehrerer Schutzzonen für die notleidende Bevölkerung in Syrien ist die vereinbarte Waffenruhe brüchig.

Sowohl die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als auch Rebellen berichteten am Wochenende von mehreren Angriffen und anschließenden Gefechten. In einer der Zonen in der zentralsyrischen Provinz Hama kam es den Menschenrechtlern zufolge gestern zu Kämpfen zwischen Regierung und Rebellen. Keine der beiden Seiten hat bislang eine Einstellung der Kampfhandlungen bekannt gegeben. Regierungstruppen und Rebellen warfen sich am Samstag jedoch gegenseitig „Verstöße“ gegen das Abkommen vor. Russland, die Türkei und Iran hatten sich am Donnerstag auf vier Schutzzonen in dem Bürgerkriegsland geeinigt. Dort sollten von Samstag an die Waffen schweigen. Allerdings sind in den Zonen bestimmte Gruppen von der Feuerpause ausgenommen. So sollen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und andere Terrorgruppen weiter bekämpft werden. Die USA und Deutschland hatten die Initiative grundsätzlich begrüßt, aber auch Bedenken angemeldet. „Noch sind viele Details unklar. Wir hören auch besorgniserregende Berichte über Verstöße, die noch schwer zu verifizieren sind“, teilte das Auswärtige Amt am Wochenende mit. Bereits mehrfach gab es in der Vergangenheit Versuche, eine Feuerpause in Syrien durchzusetzen. Bislang blieben diese Bemühungen ohne Erfolg. Die internationalen Friedensverhandlungen unter Vermittlung der Vereinten Nationen sollen im Laufe des Monats fortgesetzt werden. |dpa/afp

x