Politik Syrien: Hoffnung auf mehr Schutzzonen

Placeholder-Image

«Genf.» Die am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg zwischen den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe im Südwesten Syrien hält nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) weitgehend.

Es gebe anfangs immer Gewöhnungsphasen, aber „diese Vereinbarung hält soweit ziemlich gut“, sagte UN-Syrien-Vermittler Staffan de Mistura gestern zum Auftakt der neuen Runde der Syrien-Friedensgespräche in Genf. Der Diplomat gab sich vorsichtig optimistisch. Die Chancen auf Fortschritte seien größer als zuvor. De Mistura erwähnte unter anderem die Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“. Er stellte weitere solche Zonen in Aussicht, um die syrische Zivilbevölkerung vor Bombenangriffen zu schützen. Solche Zonen seien aber nur vorübergehende Maßnahmen, betonte er. Niemand wolle eine faktische Teilung des Landes in unterschiedliche Einflussbereiche. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, man strebe an, die Schutzzonen gemeinsam mit den USA im ganzen Land auszubauen. Die Regierungen in Moskau und Washington unterstützen in Syrien bisher unterschiedliche Konfliktparteien. Auch Iran trat für eine Ausweitung der Feuerpause ein.

x