Politik Stadt Ludwigshafen gedenkt Helmut Kohl

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In einem Gottesdienst nahmen gestern Abend in Ludwigshafen die Spitze und der Rat der Stadt sowie etwa 400 Bürger Abschied von dem am 16. Juni gestorbenen Altkanzler Helmut Kohl. Als Ort wählte man die Kirche St. Josef in Ludwigshafen-Friesenheim, wo Kohl aufgewachsen war und 1961 seine erste Frau Hannelore heiratete. Im Altarraum stand ein Foto Kohls, das ihn vor einem Stück der Berliner Mauer zeigt, die in seinem Garten steht. Es war das Foto, das seine zweite Frau Maike Kohl-Richter für die Trauerfeierlichkeiten freigab. Weder Kohl-Richter noch die beiden Söhne des Altkanzlers nahmen an dem Gottesdienst teil. Dekan Alban Meißner erinnerte in seiner Predigt daran, wie tief verwurzelt Helmut Kohl im christlichen Glauben war und wie wichtig ihm die Gemeinde, die Kirche und die Freunde waren. „Hier ist meine Heimat“ habe Kohl gesagt, als er 1982 kurz nach seiner Wahl zum Bundeskanzler den Erntedankgottesdienst in St. Josef mitfeierte. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse würdigte das Lebenswerk des Ehrenbürgers der Stadt: „Er war ein großer Europäer, aber er war auch einer von uns, ein Sohn der Stadt.“ Trotz seiner Verbundenheit zu Ludwigshafen wird Helmut Kohl morgen nicht im Familiengrab in Ludwigshafen, sondern auf dem Domkapitelsfriedhof in Speyer beigesetzt. Info —Zu den heutigen Trauerfeierlichkeiten für Helmut Kohl lesen Sie die Blickpunkt-Seite 4. Die Feierlichkeiten können im Liveblog auf www.rheinpfalz.de verfolgt werden.

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