Politik Lawrow kündigt harte Reaktion gegen USA an

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«Moskau.» „Natürlich werden wir hart reagieren auf diese Dinge, die uns schaden“, sagte Russlands Außenminister Lawrow gestern in Moskau. Abschätzig sprach der seit 2004 amtierende russische Chefdiplomat von „Anfällen“, welche die Amerikaner wohl befallen hätten. Die USA hatten Russland am Donnerstag aufgefordert, sein Konsulat in San Francisco sowie zwei diplomatische Abteilungen in New York und Washington zu schließen. Washington reagierte damit auf die Anweisung Moskaus, das Personal in den US-Vertretungen in Russland um Hunderte Mitarbeiter auf maximal 755 zu reduzieren. Gestern lief die Frist zur Ausreise der betroffenen US-Diplomaten ab. „Diese ganze Geschichte ist von der Obama-Regierung ausgegangen, um den russisch-amerikanischen Beziehungen zu schaden“, sagte Lawrow weiter. Er nahm damit Bezug auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten aus den USA im vergangenen Dezember. US-Präsident Obama hatte die Maßnahme damit begründet, dass Moskau sich mit Hackerangriffen in den US-Wahlkampf eingemischt habe. Lawrow sagte gestern, Ziel Obamas sei es gewesen, den heutigen US-Präsidenten Donald Trump daran zu hindern, die Beziehungen wieder zu verbessern. Der US-Kongress und die US-Führungselite versuchten, so Lawrow, der Trump-Regierung „die Hände zu binden, (...) eine Verbindung zwischen ihm und Russland, zwischen seiner Familie und Russland zu erfinden“. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte derweil aus Nato-Papieren, in denen die Allianz angebliche Verstöße Russlands gegen den INF-Vertrag von 1987 beklagt. Damals verbannten Washington und Moskau nukleare Mittelstreckenraketen aus Europa. Der in Washington forschende deutsche Atomwaffenexperte Ulrich Kühn sorgt sich dem Bericht zufolge, dass die USA 2019 aus dem INF-Vertrag aussteigen könnten und eine neue Generation von Atomwaffen bauen und in Europa stationieren könnten. Kommentar Seite 2

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