Wahlwerbespot Laschet verteidigt Video mit „Querdenker“-Szene

Armin Laschet will auch „Fragen der Kritiker beantworten“.
Armin Laschet will auch »Fragen der Kritiker beantworten«.

SPD und die Linke haben die CDU aufgefordert, einen Wahlwerbespot zurückzuziehen, in dem in einer kurzen Szene ein „Querdenker“ an der Seite von Kanzlerkandidat Armin Laschet zu sehen ist.

In dem Spot ist zu sehen, wie ein Mann bei einer Wahlkampfveranstaltung Laschets in Erfurt auf die Bühne sprang. Laschet ließ ihn daraufhin in sein Mikro sprechen. Der Mann, ein Anhänger der in Teilen vom Verfassungsschutz beobachteten „Querdenker“-Bewegung, beklagte sich damals über Corona-Maßnahmen. Im Wahlwerbespot ist diese Szene mit der Aussage unterlegt, die CDU stehe dafür, auch mit denen zu reden, „die eine kritische Haltung haben“.

Klingbeil: „Radikaler Querdenker“

Scharfe Kritik an dem Video kam unter anderem von SPD und Linkspartei. Es sei „absolut inakzeptabel, dass der Kanzlerkandidat der CDU einen Corona-Leugner in seinem jüngsten Wahlspot auftreten lässt, der offenbar Beziehungen in die rechtsradikale Szene hat“, sagte die Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow. So etwas gehe nicht, „besonders nicht nach dem Anschlag von Idar-Oberstein“. Dort war am Samstag ein Tankstellenkassierer erschossen worden. Nach Angaben der Ermittler hatte er den mutmaßlichen Täter auf die Maskenpflicht hingewiesen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil warf der CDU vor, einen „radikalen Querdenker“ zu verharmlosen.

Laschet verteidigte das Wahlvideo. Es zeige, dass jemand bei einer Kundgebung auf die Bühne springe und einige Fragen stelle. Er finde, „man muss die Fragen der Kritiker beantworten, aber man muss ihnen in allem Klartext auch widersprechen und sagen, wir dulden nicht, dass Hass und Ressentiments geschürt werden“, sagte Laschet im ARD-„Mittagsmagazin“.

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