Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar: Absurdes Theater

Mit den Regionalisierungsmitteln wird unter anderem der S-Bahn-Verkehr finanziert.
Mit den Regionalisierungsmitteln wird unter anderem der S-Bahn-Verkehr finanziert. Foto: Linzmeier-Mehn

Während die Bahn mehr denn je gebraucht wird, gibt es im Vorstand grotesken Streit. Hintergrund ist letztlich die Finanznot der DB.

Dass der Streit im Vorstand der Deutschen Bahn (DB) so eskaliert ist, dass Finanzchef Alexander Doll nun gehen musste, liegt an einem Knäuel aus Sachproblemen und persönlichen Animositäten. In der Sache ist wohl das Hauptproblem, dass die DB 2010 für Arriva mehr bezahlt hat als sie sich eigentlich leisten konnte und das Geld nun, wo es dringend gebraucht wird, nicht wieder reinzuholen ist. Der Ex-Investmentbanker Doll hat dies nicht geschafft. Er wirkt aber eher wie ein Sündenbock als wie der Hauptverantwortliche.

Wichtiger als diese Personalquerelen ist aber, dass nun einige Weichen dafür gestellt sind, die Situation des Schienenverkehrs in Deutschland mittelfristig zu verbessern. Ganz wichtig ist dabei die Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Sie erlaubt es den Ländern, das Nahverkehrsangebot zu verbessern. Allerdings bleibt die bisher beschlossene Erhöhung weit hinter dem zurück, was im Sinne des Klimaschutzes eigentlich nötig wäre. Hier gibt es noch erheblichen Spielraum für Nachbesserungen, an denen insbesondere – aber keineswegs nur – die Länder interessiert sein müssten, in denen die Grünen mitregieren.

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