Bundeswehr Geheimdienst: MAD gibt Fall von Geheimnisverrat zu
Gramm sagte am Montag, der überführte Mitarbeiter des Bundeswehrgeheimdienstes habe bereits die Behörde verlassen müssen. Er habe an ein Mitglied des Kommandos Spezialkräfte (KSK) eine vertrauliche Information weitergeleitet, wonach bestimmte Personen mit einer Befragung zu rechtsextremen Umtrieben in der Elitetruppe rechnen müssten.
Diese Nachricht sei an verschiedene Personen weitergeleitet worden. „Gegen solche Fälle gehen wir massiv vor“, erklärte Gramm bei einer öffentlichen Anhörung durch das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages.
Nach mehreren rechtsextremen Vorfällen im KSK hatte Bundesverteidigungsminister Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) versprochen, die Eliteeinheit genauer in den Blick zu nehmen. Am Mittwoch will die Ministerin im Verteidigungsausschuss des Bundestages ein Konzept über die Zukunft des KSK vorlegen. Der Truppe gehören mehr als 1000 Soldaten an.