Österreich RHEINPFALZ Plus Artikel Ex-Außenministerin als Putins Propaganda-Papagei

Tänzchen mit Putin: Karin Kneissl und der russische Präsident bei Kneissls Hochzeit 2018.
Tänzchen mit Putin: Karin Kneissl und der russische Präsident bei Kneissls Hochzeit 2018.

Österreichs frühere Außenministerin Karin Kneissl vertritt lupenreine russische Positionen. Warum macht die frühere Karrierediplomatin das?

Verhaltensauffällige Leute halten sich selbst meist nicht für verhaltensauffällig. Das trifft auch auf Österreichs frühere Außenministerin Karin Kneissl zu. So hielt es die 58-jährige Wienerin für völlig normal, vor ihrem Hochzeitsgast Wladimir Putin in die Knie zu sinken.

Als käme sie gerade frisch von der Gehirnwäsche, äußerte sich Kneissl neulich bei Podiumsgesprächen auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum wie Putins Propaganda-Papagei. Sie bekräftigte sinngemäß ihre Wertschätzung für die russische Despotie und ihre Verachtung für den demokratischen Westen. Ohne Anschein eines Beweises behauptete sie, Russen würden in Österreich von Ärzten nicht behandelt, weil sie Russen wären. Und: Immer mehr Bürger im Westen ziehe es nach Russland, weil sie es satt hätten, „dass ihr Alltag von gewissen Minderheiten bestimmt“ werde. Nach Kneissls Logik wollen sich also frustrierte Westler den Alltag lieber von einem Diktator bestimmen lassen, weil er die Güte hat, ihnen jedes Recht zu nehmen.

Denkt über Umzug nach Russland nach

Auch sie denke „ernsthaft darüber nach, nach Russland zu übersiedeln“, nachdem sie im Vorjahr „aus der Europäischen Union geworfen“ worden sei und daher als „politischer Flüchtling“ anerkannt werden will. Nur eine lässliche Verzerrung der Tatsache, dass sie freiwillig in den Libanon auswanderte, nachdem sie den lukrativen Aufsichtsratsposten beim sanktionierten russischen Ölmulti Rosneft aufgegeben hatte.

Der eigentliche Grund, warum Kneissl Russin werden will: Sie erhält den Job als Direktorin einer neuen Denkwerkstatt namens „Gorki“. Deren Zweck: Putins Krieg gegen die Ukraine und seiner Wahnidee von der Wiederauferstehung des großrussischen Reichs eine (schein)-wissenschaftliche Legitimation zu geben.

Kneissl strebt doppelte Staatsbürgerschaft an

Fragt sich bloß: Warum redet eine im Grunde intelligente Frau, die Jura und Arabistik studierte, als Diplomatin Karriere machte und sechs Sprachen spricht, soviel wirres Zeug daher? Und warum himmelt sie einen Despoten an, von dessen Händen das Blut Tausender unschuldiger Menschen tropft? Naheliegende Diagnose: Realitätsverlust, zynischer Opportunismus, Geldgier.

Sie freue sich auf den russischen Pass, sagte Kneissl, will aber den österreichischen behalten und um Doppelstaatsbürgerschaft ansuchen. Wohl als Rückversicherung – bei Putin weiß man ja nie…

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