Politik Elektroautos: Schulz schlägt Quote vor

«Berlin.»Die SPD will vor der Bundestagswahl mit der Forderung nach einer Quote für Elektro-Autos punkten. Kanzlerkandidat Martin Schulz verlangte gestern eine Mindestquote für Deutschland und für ganz Europa.
Eine verbindliche Mindestzahl von E-Autos werde ein Anreiz für die Industrie sein. „Diejenigen, die dann am schnellsten in der Produktion und Entwicklung sind, werden diejenigen sein, die diesen Markt für sich erobern.“ Eine konkrete Zahl nannte Schulz nicht. Während die SPD-geführten Ressorts für Umwelt- und Wirtschaft sich anschlossen, äußerte sich das CSU-geführte Verkehrsministerium skeptisch. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: „Wir brauchen noch deutlich mehr Dynamik im Elektromobilsektor.“ Vorschläge seien willkommen. Die Union im Bundestag lehnt eine verbindliche Quote jedoch ab. Statt eine Technologie vorzuschreiben, brauche es europaweit ambitionierte Abgasvorschriften, sagte Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU). Die EU-Kommission hatte schon Anfang der Woche mitgeteilt, eine solche Quote sei nicht geplant. Bisher sind weniger als 100.000 Autos mit E-Antrieb in Deutschland unterwegs. Kommentar/Hintergrund Seite 2