Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Atemberaubendes Tesla-Tempo

Tesla-Chef Elon Musk ist beim Bau der Fabrik in Brandenburg hohe Risiken eingegangen.
Tesla-Chef Elon Musk ist beim Bau der Fabrik in Brandenburg hohe Risiken eingegangen.

Der Elektroautopionier Elon Musk wurde lange Zeit von den deutschen Autobauern müde belächelt. Aber inzwischen lacht niemand mehr.

Seit Dienstag rollen in Grünheide bei Berlin die ersten Tesla-Autos vom Band. Nur 30 Monate sind seit der forschen Ankündigung vergangen. Jetzt ist der US-Konzern im Ursprungsland der Automobilentwicklung nicht nur angekommen. Tesla hat auch dafür gesorgt, dass die Konkurrenz europaweit endlich aufgewacht ist. Ein Blick an die Zapfsäulen genügt bereits, um zu wissen, dass Elektroautos keine Zeitgeist-Erscheinung sind.

Der Elektromobilität gehört die Zukunft

Der Elektromobilität, die mittelfristig die Abhängigkeit von russischem Erdöl verringert, gehört auch aus ökologischen Gründen die Zukunft. Die brandenburgische Regierung, die seit Jahren den Ausbau der erneuerbaren Energien als Standortvorteil forciert hat, sieht sich jetzt bestätigt.

Tesla hat in einem atemberaubenden Tempo gebaut. Konzernchef Musk ließ auf eigenes Risiko mit Voraberlaubnissen im märkischen Sand ein Projekt der Superlative entstehen. Diese ungewöhnliche Risikobereitschaft ist in Deutschland nicht gerade verbreitet. Auch deshalb wird die mit Abstand größte industrielle Neuansiedlung im Osten seit dem Ende der DDR nicht nur von Umweltschützern mit viel Skepsis begleitet. Tatsächlich ist noch offen, ob eine geplante zweite Ausbaustufe im grundwasserarmen Brandenburg genehmigungsfähig sein wird.

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