Rheinland-Pfalz Krankenhäuser: Noch rund ein Viertel der Intensivbetten frei

Eine Krankenschwester betreut in einem Krankenhaus auf der Intensivstation einen Patienten.
Eine Krankenschwester betreut in einem Krankenhaus auf der Intensivstation einen Patienten.

Die steigenden Corona-Infektionszahlen führen zu einer wachsenden Anzahl von Patienten in den Krankenhäusern. „Die Lage in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern ist schwierig, aber unter Kontrolle“, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Montag bei einer Pressekonferenz.

Derzeit ist nach Angabe von Bätzing-Lichtenthäler noch knapp ein Viertel der Intensivbetten in Rheinland-Pfalz verfügbar – das seien rund 250 Betten. Dazu kämen gut 430 Intensivbetten, die das Land innerhalb von sieben Tagen aktivieren könnte. In Rheinland-Pfalz sei die Versorgungslage unter anderem im Bereich Rheinpfalz, rund um Ludwigshafen, etwas schwieriger, sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie an der Uni-Klinik Mainz, Professor Christian Werner.

Kleeblattkonzept in Sachsen bereits im Einsatz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) informierte in diesem Zusammenhang über das bundesweite Kleeblattkonzept – ein Netzwerk, über das Patienten bei einem regionalen Versorgungsengpass über Ländergrenzen hinweg verteilt werden könnten. In Sachsen komme dieses Kleeblattkonzept bereits zum Einsatz. „In Rheinland-Pfalz werden Patienten bislang nur innerhalb des Landes verlegt“, so Dreyer.

Mehr Tests in Altenheimen

Im Bereich der Altenheime und Pflegeeinrichtungen sollen die Testungen von Bewohnern, Pflegern und Besuchern zum Schutz der Risikogruppen nach Angaben von Bätzing-Lichtenthäler verstärkt werden. In diesem Zusammenhang habe sich die „Kriseneinheit des Landes für die Pflege- und Altenheime“ konstituiert. Diese Einheit habe begonnen, bei allen 550 Einrichtungen der stationären Altenhilfe in Rheinland-Pfalz systematisch den Unterstützungsbedarf zu ermitteln. In einem ersten Schritt liege der Fokus auf den Einrichtungen, die in Landkreisen mit einer besonders hohen Sieben-Tage-Inzidenz liegen. In der Kriseneinheit sind neben dem Gesundheitsministerium die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz (LFKS) sowie das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) beteiligt.

Dreyer: „Vorsichtig sein“

„Wir mobilisieren in Rheinland-Pfalz alle Kräfte in der Landesregierung, um die Bevölkerung so gut wie möglich vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Wir stellen sicher, dass Infektionen schnell erkannt und Erkrankte gut behandelt werden können“, sagte die Ministerpräsidentin. Dreyer nahm auch Bezug auf die Empfehlung für die Zulassung des Impfstoffes des Mainzer Unternehmens Biontech für den Impfstoff, die von der EU-Arzneimittelbehörde EMA für Freitag erwartet wurde. Es sei ein bedeutender Tag, sagte die Ministerpräsidentin. Impfstraßen und mobile Teams seien einsatzbereit. Dreyer appellierte aber auch an die Bevölkerung: „Der Shutdown entwickelt hoffentlich seine Wirkung. Aber jeder ist aufgefordert, vorsichtig zu sein – gerade über die Weihnachtsfeiertage.“

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