Weinwelt Apache 207 geht mit dem Weingut Faubel und der gemeinsamen Weinmarke in die dritte Auflage

Teamwork: Rapper Apache 207 und Winzer Gerd Faubel.
Teamwork: Rapper Apache 207 und Winzer Gerd Faubel.

„Too Sad To Disco“ – eine Cuvée und ein Projekt, das Musik, Kultur und Weinbau verbindet: Apache 207 und das Maikammerer Weingut Faubel haben einen Wein kreiert. Gerd Faubel über die Zusammenarbeit mit dem Rapper aus Ludwigshafen.

Der deutsche Rapper Apache 207, mit bürgerlichem Name Volkan Yaman, aus Ludwigshafen hat vor zwei Jahren mit dem Maikammerer Weingut Faubel einen eigenen Wein kreiert: „Too Sad To Disco“. Mittlerweile ist die Cuvée in dritter Auflage erhältlich. Das Weingut Faubel, bekannt für seine hochwertigen Weine, bietet die perfekte Plattform für diese Zusammenarbeit. Die Flasche greift mit der metallisch schimmernden und nachts leuchtenden Discokugel auf dem Etikett die Club-Ära auf und verbindet Musik, Kultur und Weinbau.

Etikett mit Discokugel: „Too Sad To Disco“.
Etikett mit Discokugel: »Too Sad To Disco«.

Im Gespräch verrät Gerd Faubel, wie es zu der Kooperation kam und wie er Apache 207 und dessen Team erlebt hat.

Wie kam der Kontakt zu Apache 207 eigentlich zustande?
Meine Mitarbeiterin Angelika Frey zeigte mir eine Mailanfrage, in der ein Musiker ein Weingut zur Herstellung eines eigenen Weines sucht. Ich kannte Apache 207 damals nicht, doch mein Sohn war sofort begeistert. Nach unserer Bewerbung dauerte es eine Weile, bis wir ein erstes Gespräch im Weingut hatten. Anfangs war ich skeptisch, da Apache wenig sagte. Doch am Ende zog er kurz seine Sonnenbrille herunter und meinte: „Es war ein Genuss von Anfang bis zum Schluss.“ Damit war das Eis gebrochen. Es konnte losgehen.

Was hat Sie daran fasziniert, mit einem Rapper wie Apache 207 zusammenzuarbeiten?

Die Idee, ein Projekt mit verschiedenen Profis zu stemmen. Wir in Sachen Weinbereitung und Apache mit seinem Team mit der Expertise in Sachen Musik, Marketing und Showgeschäft. Am Tisch saßen Apache selbst, sein Bruder Harkan und Johannes Götz, Vertrauter und Geschäftsführer von Feder Musik.

Wie verlief der Prozess der Weinentwicklung? Hat Apache daran mitgewirkt?
Apache lieferte seine Vorstellungen, die jedoch allein beim Zuckergehalt über meiner Toleranzgrenze bei der Weinbereitung lagen. Doch die Musikprofis haben sich meine Einwände angehört und schließlich akzeptiert und respektiert. Das Ergebnis war eine halbtrockene Cuvée aus Sauvignon blanc und Weißburgunder.

Wie kam es zu dem Namen Niederfelder?

Der Name „Niederfelder“ bezieht sich auf Apaches Heimat. Obwohl in Mannheim geboren, ist er in Ludwigshafen-Niederfeld aufgewachsen. Mit diesem Namen zeigt er seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt. Seine Musik produziert er übrigens nicht in Berlin oder einer anderen Musik-Metropole, sondern auch in Ludwigshafen.

Wie haben Sie Apache in der bisherigen Zusammenarbeit erlebt? Wenn er ein Wein wäre, welcher wäre das?

Am meisten gefällt mir, dass Apache trotz seines Ruhms wenig Starallüren hat. Er ist zurückhaltend und höflich. Er spricht wenig, aber wenn er was sagt, hat das Gewicht. Wenn Apache ein Wein wäre, wäre das kein junger Wilder, eher entspannt und zurückgenommen, eben kein „Lautsprecher“. Das passt zu einem Burgunder.

Wie würden Sie den gemeinsamen Wein charakterisieren?

Innerhalb der vergangenen Jahre hatten der Wein und auch das gemeinsame Projekt die Zeit zu reifen. Nicht zuletzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg bei dem Chartstürmer „Komet“ führte zu einer breiteren Bekanntheit auch bei dem älteren Publikum. Die neue Auflage des Weins ist ausgewogener und mit einem geringeren Zuckergehalt auch „erwachsener“ geworden.

Wie war die Resonanz auf den Wein sowohl von Weinkennern als auch von Fans von Apache?

Pfälzer Weinkenner finden die Cuvée vermutlich nicht trocken genug. Aber Wein ist ja immer auch Geschmackssache. Den Fans scheint es zu schmecken. Alle Weine sind ausschließlich über den eigenen Onlineshop der Homepage „Niederfelder“ zu beziehen, nicht im Supermarkt. Sie waren stets schnell ausverkauft, ob auch ausgetrunken, kann ich nicht beurteilen, vielleicht stehen sie auch als Trophäe im Fanregal (schmunzelt).

Gab es einen Moment während der Zusammenarbeit, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Die erste Weinparty „White Night“ im Weingut: Die Tickets waren wenige Stunden im Angebot und die Nachfrage schnellte superschnell auf über 10.000 hoch, das hätte unsere Kapazität und auch die Infrastruktur Maikammers gesprengt. Die limitierte Verlosung für 500 Gäste führte auch schon Stunden vorher zu langen Schlangen weißgekleideter Gäste durch den Ort. Das war schon ein beeindruckender Anblick.

Was unterscheidet die Marke Niederfelder von Ihren anderen Weinen?

Sie ist ein eigenständiges Projekt mit einem individuellen Design. Im Vergleich zu unseren anderen Weinen zeichnet sie sich durch eine betonte Fruchtigkeit aus. Wir legen großen Wert auf eine ausgewogene Qualität und sind dabei auf einem guten Weg.

Welche Vision haben Sie für die Marke Niederfelder für die kommenden Jahre?

Wir wollen die Marke behutsam weiterentwickeln. Das Projekt ist spannend und eine Bereicherung. Es lässt uns neue Welten entdecken und innovative Wege gehen.

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