Zweibrücken
Zweibrückens wichtigste Durchgangsstraße soll erneuert werden
Die Hofenfelsstraße gehört zu den Straßen, die der städtische Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) in den nächsten fünf Jahren gerne erneuern würde. Der stellvertretende UBZ-Chef Steffen Mannschatz stellte dem Bauausschuss am Dienstag vor, welche Straßen fürs Ausbauprogramm 2026-2030 in Frage kämen. Die Stadt stellt solche Fünf-Jahres-Programme auf, weil die Zweibrücker Grundstücksbesitzer den Straßenausbau über die wiederkehrenden Beiträge mitbezahlen. Das Ausbauprogramm dient als Richtschnur, wie viel Cent pro Quadratmeter die Anwohner bezahlen müssen. Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza (SPD) versprach, dass diese Beiträge nicht steigen werden. Das sei derzeit nicht zumutbar und aus seiner Sicht auch nicht notwendig.
Teil von Zweibrückens Ost-West-Achse
Die Hofenfelsstraße ist eine von drei Straßen, die in der sogenannten Oberstadt, dem Gebiet nördlich der Innenstadt, ausgebaut werden könnten. Sie ist Teil der Ost-West-Achse Zweibrückens, die unter verschiedenen Straßennamen von Niederauerbach über Ernstweiler nach Einöd führt. Allerdings würde nicht die komplette Straße ausgebaut, sondern nur ein 600 Meter langer Abschnitt zwischen dem Schwimmbad und der Kreuzung Saarland- und Landstuhler Straße. Dort wird derzeit die Ampel erneuert, weshalb der Verkehr nur einspurig über die Kreuzung führt. Außerdem im Vorschlag fürs Ausbauprogramm Oberstadt stehen die Hochstraße oberhalb des Tadano-Werks und die Zeilbäumerstraße unterhalb der Mannlich-Realschule.
Im Bereich Weststadt, zu dem Ixheim und Bubenhausen gehören, könnte entweder die Allensteinstraße parallel zum Etzelweg oder die Langentalstraße vom Etzelweg hoch zum Beckerswäldchen ausgebaut werden, aber nicht beide. Außerdem die Königsbergstraße hinterm VB-Sportplatz. Auf die Frage von Rebecca Dahler (SPD), ob die Bubenhauser also 15 Jahre lang Beiträge zahlten, aber in ihrem Stadtteil keine Straße ausgebaut wird, sagte Steffen Mannschatz, dass es in Bubenhausen vor allem kleine Anliegerstraßen gebe. Alleine die Wolfslochstraße sei eine Zubringerstraße, sieht man vom Unteren Hornbachstaden ab, an dem aber vor allem Industriebetriebe stehen. Die Wattweilerstraße und die Friedrich-Ebert-Straße werden als Kreisstraßen nicht von den wiederkehrenden Beiträgen bezahlt.
Kopfsteinpflaster würde verschwinden
Im Bereich Unterstadt südlich der Stadtmitte könnten die Rosengartenstraße – der Abschnitt entlang des Rosengartens –, der obere Teil der Wackenstraße und die Kreuzung am oberen Ende der Maxstraße an die Reihe kommen. Zwischen dem Jugendzentrum Max18 und der Berufsbildenden Schule würde dann das Kopfsteinpflaster verschwinden. Im Bereich Oststadt kämen die Röntgenstraße und ein Teil der Oselbach- und Lützelstraße in Frage. Der Ausbau der Röntgenstraße wäre mit geschätzten 4,7 Millionen Euro der teuerste Ausbau. Die übrigen Straßen liegen zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro, auch weil manche davon nur abgefräst und neu asphaltiert würden. In Niederauerbach könnte die John-F.-Kennedy-Straße in zwei Abschnitten ausgebaut werden, in Ernstweiler entweder die Köhlstraße oder zwei Abschnitte der August-Bebel-Straße oder ein Teil der Freudenbergerhofstraße, aber nur eine dieser drei.
OB Wosnitza sagte, die Präsentation sei „der erste Aufschlag zu dem Thema“. Welche Straßen tatsächlich an die Reihe kommen, wird der Bauausschuss noch einmal diskutieren. Die Entscheidung trifft dann der Stadtrat. In den Vororten dürfen die Ortsbeiräte Vorschläge machen.
Vollsperrung Richtung Bubenhausen
Während die Arbeiten an diesen Straßen erst noch beschlossen werden müssen, steht bereits fest, dass 2026 die Einmündung Unterer Hornbachstaden in die Lanzstraße in mehreren Abschnitten gesperrt wird. Dort baut der UBZ von Anfang 2026 bis Februar 2027 ein Regenrückhaltebecken. Laut Philipp Rung vom UBZ müssen die Autofahrer dabei auch drei Monate Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen. Zum einen sind die beiden Nebenstraßen Franck- und Brückenstraße betroffen, die zwischendurch zu Sackgassen werden. Vor allem aber wird es teilweise nicht möglich sein, von der Lanzstraße in den Unteren Hornbachstaden Richtung Autobahn zu fahren. Außerdem wird die Lanzstraße Richtung Bubenhausen gesperrt, so dass man vom Kinokreisel kommend nur in den Unteren Hornbachstaden abbiegen kann.
Thomas Eckerlein (CDU), der im Hornbachstaden eine Schreinerei betreibt, erinnerte daran, dass durch solche Sperrungen auch Kunden ausblieben, und bat darum, dass die UBZ die Firmen bei einem eigenen Termin informiert. „Haben wir ja gelernt“, versprach UBZ-Chefin Nicole Hartfelder, daran zu denken. Allerdings gebe es noch keinen genauen Zeitplan.
Vorfahrt wird probeweise geändert
Just an dieser Einmündung soll auch probeweise die Vorfahrtregelung geändert werden. Das hat mit den Arbeiten am Regenrückhaltebecken aber nichts zu tun. Derzeit wartet die Stadt auf eine Zuschusszusage. Auf Nachfrage von Achim Ruf (Grüne) sagte Bauamtsleiter Christian Michels, dass es März werden könnte, bis die Entscheidung vorliegt. Danach werde man abstimmen, wann ein sinnvoller Zeitpunkt für die Testphase ist.
Gute Nachrichten hatte Philipp Rung für die Bewohner des Hornbachtals, die normalerweise durch Rimschweiler fahren: Die Straße am Ortsausgang von Rimschweiler sei nur bis 12. September gesperrt. Ortsvorsteher Klaus Fuhrmann hatte in der Ortsbeiratssitzung vergangene Woche noch angekündigt, dass die Sperrung bis zum Monatsende andauern werde. Auf Nachfrage der RHEINPFALZ versicherte Philipp Rung, dass die Straße am Kerwewochenende frei sei.