Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Zugbegleiter totgeprügelt: Zweibrücker Soldat hilft als Erstes

Am Montag wurde ein Zugbegleiter im Regionalexpress bei Landstuhl tödlich verletzt.
Am Montag wurde ein Zugbegleiter im Regionalexpress bei Landstuhl tödlich verletzt.

Am Montag wurde ein Zugbegleiter im Regionalexpress bei Landstuhl tödlich verletzt. Der Soldat, der ihm helfen wollte, war auf dem Weg nach Zweibrücken, wo er stationiert ist.

Der Zugbegleiter Serkan C. aus Ludwigshafen war am Mittwoch gestorben, nachdem er am Montag im Regionalexpress zwischen Landstuhl und Homburg tödlich verletzt worden war. Der 36 Jahre alte Bahnmitarbeiter hatte einen 26-Jährigen kontrolliert, der keinen Fahrschein vorzeigen konnte. Als er ihn aus dem Zuges verweisen wollte, schlug der Schwarzfahrer dem Zugbegleiter mehrfach mit der Faust gegen den Kopf und verletzte ihn lebensgefährlich. Am Mittwoch starb der alleinerziehende Vater zweier Kinder an einer Hirnblutung. Einsatzkräfte der Landespolizei des Saarlandes und der Bundespolizei nahmen den Tatverdächtigen fest, und die Staatsanwaltschaft Zweibrücken erließ einen Haftbefehl.

Der Soldat aus der Zweibrücker Niederauerbach-Kaserne war der Erste, der dem Zugbegleiter zu Hilfe kam.

Noch im Zug hatte ein Bundeswehrsoldat dem schwer Verletzten Erste Hilfe geleistet. Laut einem Bundeswehrsprecher ist der Soldat in der Zweibrücker Niederauerbach-Kaserne stationiert. Wie das Online-Nachrichtenportal t-online berichtet, ist er seit Juni 2024 bei der Bundeswehr und Hauptgefreiter in der 4. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 in Zweibrücken. Der 23-Jährige stamme aus dem Vogtlandkreis in Sachsen und sei am Montagabend mit dem Regionalexpress auf dem Weg in die Niederauerbach-Kaserne gewesen. Er habe zwei bis drei Reihen hinter dem 26-jährigen Schwarzfahrer gesessen und das Geschehen genau im Blick gehabt. Der Soldat war der Erste, der dem Zugbegleiter zu Hilfe kam. Dafür dankte ihm Bahnchefin Evelyn Palla in ihrer Stellungnahme vom Dienstag ausdrücklich: „Ich danke dem Bundeswehrsoldaten, der auf dem Zug Erste Hilfe geleistet hat, sowie der Bundespolizei und den Ärzten für ihr schnelles Handeln und ihren Einsatz.“

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