Zweibrücken / Großsteinhausen
Was macht das Stahlgeländer am Fahrbahnteiler?
Als im Jahre 2023 am Rimschweiler Ortseingang ein Fahrbahnteiler in die Straße eingebaut wurde, gehörte auch die Installation eines stählernen Geländers oberhalb der Beton-Stützmauer am Hang neben dem Straßenrand zum Gesamtprojekt. Autofahrer werfen seither immer wieder mal die Frage nach Sinn und Zweck dieses Handlaufs auf.
Auf Anfrage erklärt Stephan Bartenbach, Sprecher des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, dass es sich bei dem Geländer um eine Absturzsicherung handle. Nötig sei sie wegen der „unmittelbaren Nähe zum Ort, Unterhaltungsarbeiten in der Böschung und an den hinter der Wand verlegten Leitungen“ sowie wegen eines bewirtschafteten Privatgrundstücks oberhalb des Hanges. Die Kosten für den Handlauf in Höhe von etwa 20.000 Euro habe der Bund getragen. Vor einigen Tagen, ergänzt Bartenbach, sei dort ein Unfallschaden an kleineren Beton-Elementen an der Hangsicherung behoben worden. Das Geländer habe beim Unfall aber keinen Schaden genommen.
Was Ortschefs sagen
Auch Rimschweilers Ortsvorsteher Klaus Fuhrmann hält den stählernen Handlauf für sinnvoll. Schließlich gebe es Leute, die sich auf dem Areal oberhalb des Hangs bewegten; ihnen biete das Gelände Schutz vor Absturzgefahren.
Bereits seit 2011 ist ein ähnliches Geländer oberhalb einer Stützmauer bei Großsteinhausen zu bewundern. Als der LBM diese stählerne Sicherung damals am Kirschbacherhof, an der Abzweigung nach Dietrichingen, installierte, hatte dies der Großsteinhauser Bürgermeister Volker Schmitt als Geldverschwendung kritisiert. „Seit vielen Jahrzehnten war an dieser Stelle kein Geländer angebracht, es war auch niemals nötig“, sagte er damals zur RHEINPFALZ. „Wer so dumm ist und auf diese Mauer geht, sollte auch wissen, welchen Gefahren er sich aussetzt.“
Kein Durchkommen für den Unimog?
Für Geldverschwendung hält Volker Schmitt das Stahlgeländer am Kirschbacherhof bis heute. „Ich habe mich darüber mal mit Richard Lutz unterhalten, dem damaligen Lauterer Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität (LBM).“ Lutz habe ihn darauf hingewiesen, „dass man das eben so machen muss; die Gesetze wären halt so“, erinnert sich Schmitt an das Gespräch mit dem LBM-Chef, der Ende 2024 in Rente gegangen ist.
„Da sollte man sich mal überlegen, ob nicht das Gesetz geändert werden muss“, findet der Großsteinhauser Ortsbürgermeister. Und mit Blick auf die Stahlkonstruktion in Rimschweiler bekundet er Mitgefühl mit den Arbeitern, die dort am Hang das Gras kurz halten müssen: „Die müssen jetzt von Hand mähen; mit dem Unimog kommen sie dort wegen des Geländers nicht mehr hin.“