Zweibrücken Umbau der Straße ans Outlet soll nächstes Jahr beginnen
Die Straße soll bergaufwärts in Richtung Outlet von ihren heutigen zwei Autofahrspuren auf eine verringert werden. Dafür werden beiderseits der Straße Fahrradstreifen angelegt. Wird der Förderantrag, den die Stadt demnächst dafür beim LBM in Kaiserslautern einreichen werde, bewilligt, sei für das Jahr 2024 mit den Bauarbeiten zu rechnen. Mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), so Hauptamtsleiterin Alessa Buchmann auf Anfrage, habe Zweibrücken vereinbart, dass der Umbau der Steinhauser Straße „von der Stadt vorbereitet und betreut“ wird. Es handele sich um „eine Gemeinschaftsmaßnahme zwischen Land und Stadt“. Das Land Rheinland-Pfalz werde die Straßendeckensanierung, die Fahrradstreifen, Beschilderung und Markierungsarbeiten über den LBM mit Geld aus dem Landeshaushalt bezahlen.
Einige Vorhaben fallen nach Alessa Buchmanns Worten in die Zuständigkeit der Stadt Zweibrücken. So sei geplant, sieben Bushaltestellen behindertengerecht umzubauen. Laut Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza wartet die Stadt hierfür noch auf die Freigabe der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die provisorische Fußgängerinsel am Nettomarkt in der Canadasiedlung wird beim Ausbau durch eine feste Überquerungshilfe ersetzt.
Überholen in beide Richtungen möglich
Weil eine Spur wegfällt und an die Seiten Radwege kommen, werden die Autospuren in die Mitte rücken. Wer bergab fährt, kann derzeit nicht überholen, weil die Spur Richtung Stadtmitte durch eine durchgezogene Linie von den Bergaufspuren getrennt ist. Das soll sich ändern. Wenn die Straße nur noch zweispurig ist, werde man in beide Richtungen überholen können, blickt der OB voraus. Dann werde es auch möglich sein, langsamere Fahrzeuge zu überholen – „falls der Traktor nicht sowieso 50 fährt“. Damit spielt der OB auf Kritik an, dass die Autos bei nur zwei Spuren langsamer vorankämen als bisher. Der CDU-Sprecher im Stadtrat, Pascal Dahler, hatte gehofft, dass die Stadt die im Raum stehenden Pläne entschieden ablehnt: „Eine mögliche Streichung der zweiten Spur stadtauswärts wäre eine Bauchlandung für die städtische Verkehrsplanung.“ Damit würde „eine enorme Belastung für die Autofahrer einherkommen, wenn man zukünftig hinter LKW die Steinhauser Straße ,hochtuckern’ muss“.
Gebaut wird in der Steinhauser Straße schon diesen Sommer. Das sind Arbeiten der Stadtwerke, die die Hauptstränge der Stromleitung austauschen, wie der OB erläutert.