Niederauerbach Stadtratsmitglied fragt: Betreffen die Pläne der Bundeswehr auch Zweibrücken?
Dass die Bundeswehr die Schutzzone um die Militäranlage auf der Höhe zwischen Oberauerbach, Niederauerbach und Mörsbach auf fünf Kilometer ausweiten möchte, sorgt in den Dörfern nordöstlich von Zweibrücken für Unruhe. Sie befürchten Auswirkungen auf Bauvorhaben, auch für Privatleute. Nachdem das Thema diese Woche in Käshofen und Großbundenbach diskutiert wurde, hat sich das Zweibrücker Stadtratsmitglied Thorsten Gries (SPD) aus Niederauerbach an die Stadtverwaltung gewandt.
Er möchte wissen, ob diese Erweiterung auch die Stadt Zweibrücken betrifft und ob sie sich auf mögliche Windräder, etwa auf der weißen Trisch auswirkt. „Wenn wir in diesem Zusammenhang keine Windkraftanlagen bauen dürften, bekäme die Stadt einen finanziellen Ausgleich dafür, dass sie sich nicht am Ausbau erneuerbarer Energien beteiligen kann?“, fragt Gries. Er möchte zudem wissen, wie die Stadt zu der Erweiterung der Sicherheitszone steht, ob die Bundeswehr dann Bauvorhaben, zum Beispiel auf dem Kreuzberg oder am Fasanerieberg, genehmigen müsste und ob Grundstücksbesitzer und Landwirte um das Truppenübungsgelände südlich der Mörsbacher Mülldeponie damit rechnen müssen, dass ihre Grundstücke künftig noch öfter für Übungen der Bundeswehr genutzt werden.
[Ergänzung 18:05 Uhr:]
Zwar ist in den Unterlagen der Verbandsgemeinde von einem Fünf-Kilometer-Radius die Rede, aber die Pläne der Bundeswehr sehen eher einen Viertelkreis nach Norden und Osten vor. Der reicht von Kirrberg bis Contwig. Mörsbach und Oberauerbach und ein Zipfel vom Niederauerbacher Sechsmorgen liegen darin.