Zweibrücken Staatsanwälte erheben Anklage nach Stahlkugel-Schüssen mit Zwille
Nach einer Serie von Schüssen mit einer Stahlkugelschleuder (Zwille) auf Fahrzeuge und Gebäudefenster hat die Zweibrücker Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen jungen Mann erhoben. Dem damals 22-Jährigen wird vorgeworfen, im September neunmal seine Zwille abgeschossen zu haben. Gegen einen 40-Jährigen, der den Angeklagten bei dessen Festnahme im Stadtgebiet begleitet hatte, besteht laut Staatsanwaltschaft kein Tatverdacht mehr. Gegen diesen Mann, der bestreitet, in die Sache verwickelt zu sein, wurden die Ermittlungen eingestellt. Am 28. September hatte die Polizei die Wohnungen der beiden Zweibrücker durchsucht. Dabei wurden beim Jüngeren Zwillen, Kugeln und weiteres Beweismaterial sichergestellt, nachdem man ihm bei einer nächtlichen Kontrolle bereits an Ort und Stelle eine Zwille abgenommen hatte. Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen dem 8. und 23. September unter anderem auf dem Kreuzberg, dem Schlossplatz und in der Virginiastraße Stahlkugeln abgefeuert zu haben. Getroffen wurden unter anderem zwei fahrende Linienbusse, zwei geparkte Fahrzeuge und die Glasscheibe eines Bankautomatenraums. Auch vier Fenster beziehungsweise Eingangstüren von Wohnungen wurden mit Geschossen beschädigt. In einem Fall durchschlug eine Stahlkugel das Fliegengitter eines offenen Wohnungsfensters und verfehlte nur knapp die Bewohnerin. Dem Angeklagten wird neunfache Sachbeschädigung vorgeworfen, in einem Fall in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung. Der Gesamt-Sachschaden wird mit 7250 Euro angegeben, verletzt wurde laut Staatsanwaltschaft niemand.