Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Schlecht gedämmt mit alter Heizung – Großteil der Zweibrücker Häuser verbraucht viel Energie

Viele Zweibrücker wohnen in schlecht gedämmten Häusern mit alten Heizungen. Dieses Gebäude gibt es allerdings gar nicht mehr: Es
Viele Zweibrücker wohnen in schlecht gedämmten Häusern mit alten Heizungen. Dieses Gebäude gibt es allerdings gar nicht mehr: Es ist das alte Brauhaus der mittlerweile abgerissenen Parkbrauerei.

Viele Zweibrücker wohnen in schlecht gedämmten Häusern mit alten Heizungen. Sie können vom kommunalen Wärmeplan profitieren, den die Stadt nach und nach umsetzen möchte.

Die Bundesregierung hat vor drei Jahren alle Städte und Gemeinden verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu entwickeln. Ziel ist es, den Aufwand und die Kosten fürs Heizen und fürs Warmwasser zu senken. Für Zweibrücken hat eine Freiburger Firma eine 130 Seiten dicke Analyse erstellt. Der Stadtrat hat sie am Mittwoch bei fünf Enthaltungen aus der AfD einstimmig angenommen.

Was am Ende sinnvoll ist und was tatsächlich umgesetzt wird, ist noch offen. Der kommunale Wärmeplan analysiert den Ist-Zustand in Zweibrücken und schlägt elf Maßnahmen vor, die die Stadt nun nach und nach umsetzen möchte. Aber auch diese dienen erst der Vorbereitung: Es geht darum, in den nächsten fünf, zehn oder gar 20 Jahren Machbarkeitsstudien und Untersuchungen auf den Weg zu bringen, Partner zu finden, Stellen zu schaffen und Informationen bereitzustellen. Erst später entscheidet die Stadt, welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Für die Einwohner der Stadt soll der Wärmeplan vor allem eine Orientierung sein. Er zeigt, welche Lösungen in welchem Gebiet sinnvoll sein könnten. Wer eine neue Heizung plant, kann sich daran orientieren und auf Zuschüsse hoffen.

Wärmenetze nur in dicht besiedelten Gebieten

Die Analyse zeigt, dass es nicht die eine Lösung für die ganze Stadt gibt. In dicht bebauten Stadtteilen – zum Beispiel in der Innenstadt, in Ixheim oder im Bereich Europaring – könnten Wärmenetze ausgebaut werden, wie es sie schon in der Canadasiedlung und in Niederauerbach gibt. Dabei wird Wärme zentral erzeugt und über Leitungen in die Gebäude verteilt. Vor allem in den Randlagen sollen eher einzelne Gebäude ihre Wärme selbst erzeugen, etwa mit Wärmepumpen oder Biomasseheizungen anstelle von Gas- oder Ölheizungen.

Denn bisher werden die meisten Zweibrücker Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt, vor allem mit Erdgas und Öl. Ein Viertel der Heizungen ist älter als 20 Jahre, ein Drittel davon sogar älter als 30 Jahre. In den kommenden Jahren müssen daher viele Eigentümer ihre Heizungen ohnehin erneuern. Die 33.000 Zweibrücker wohnen in knapp 10.000 Gebäuden. Dazu kommen 3000 gewerbliche oder öffentliche Gebäude. Über 60 Prozent der Gebäude wurden vor 1979 gebaut. Diese Häuser verbrauchen oft besonders viel Energie, da sie schlecht gedämmt sind.

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