Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Radfahrer in Fußgängerzone und gegen die Einbahnstraße erlauben?

Ob man Fahrradfahrern erlauben könnte, vor 11 und nach 18 Uhr durch die Fußgängerzone zu fahren, wollte eine Zweibrückerin wisse
Ob man Fahrradfahrern erlauben könnte, vor 11 und nach 18 Uhr durch die Fußgängerzone zu fahren, wollte eine Zweibrückerin wissen.

Ob Radfahrer morgens und abends die Fußgängerzone benutzen könnten und ob sie verkehrt herum in Einbahnstraßen fahren könnten, das wollen Zweibrücker von der Stadt wissen.

Mehrere Einwohner hatten vergangene Woche die Einwohnerfragestunde im Stadtrat genutzt, um Fragen an die Stadtspitze zu richten. Es ging vor allem um den Verkehr. Ob das Parkverbot neben dem Schloss kontrolliert wird. Ob man Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung freigeben könnte. Ob man Fahrradfahrern erlauben könnte, vor 11 und nach 18 Uhr durch die Fußgängerzone zu fahren. Ob die Stadt überlegt, das Parken an den Straßen teurer zu machen, damit mehr Autofahrer das Parkhaus benutzen. Ob man auf den Parkplätzen zwischen Schloss und Helmholtz-Gymnasium wieder Bäume pflanzen kann. Und ob man in der Gutenbergstraße zwischen Busbahnhof und Brauerei-Ampel Tempo 30 einführen kann.

Die Parkverbotszone am Schloss werde regelmäßig kontrolliert, antwortete Oberbürgermeister Marold Wosnitza. Fürs Sanitätshaus Beulke und Speer gelte eine Ausnahmeregel: Lieferdienste und Kunden mit Behinderung dürften dort parken.

Stadt will Einbahnstraßen nicht in Gegenrichtung öffnen

Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen, lehnt die Stadt ab. Das Thema sei schon mehrfach behandelt worden, aber nur wenige Einbahnstraßen würden die Vorgaben erfüllen, deshalb sei eine möglichst einheitliche Lösung nicht in Sicht. Und wenn manche Einbahnstraßen freigegeben würden, andere nicht, schaffe das eher eine Unsicherheit, so Wosnitza. Laut einer Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung sollen Einbahnstraßen für Fahrräder im Gegenverkehr freigegeben werden, wenn sie übersichtlich und breit genug sind. Eine Mindestbreite wird nicht angegeben, nur wenn dort viele Busse und Lastwagen fahren, müssen es mindestens 3,50 Meter sein.

Eine zeitweise Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer sei im Arbeitskreis Verkehrssicherheit kontrovers diskutiert worden, sagte Wosnitza. Man müsse bei dieser Frage auch den Busbahnhof einbeziehen. Der soll umgestaltet werden. Dafür möchte Zweibrücken ein Mobilitätskonzept erstellen. Das steht noch am Anfang. Im November hatte ein Darmstädter Planungsbüro dem Stadtrat Ergebnisse einer Verkehrszählung vorgestellt, die in das neue Konzept einfließen sollen.

Parkgebühren dieses Jahr näher betrachten

Bei dieser Verkehrszählung hatten die Verkehrsplaner auch angemerkt, dass das Parken in Zweibrücken recht günstig sei und man die Parkhäuser besser auslasten solle, indem man das Parken an den Straßen teurer macht als im Parkhaus. Wosnitza verwies darauf, dass auch die Parkgebühren fürs Mobilitätskonzept geprüft würden. „Wir gehen erst in die nächste Stufe“, sagte er. Man werde dies „dieses Jahr angehen“. Zur Kritik, dass an den Parkplätzen am Schloss fast alle Bäume gefällt worden seien und die Parkplätze im Hochsommer kaum benutzbar seien, sagte Wosnitza, die Bäume hätten unter Pilzbefall gelitten. Er könne nur etwas zu den Parkplätzen sagen, die der Stadt gehören, aber dort sei vorgesehen, neue Bäume zu pflanzen.

Tempo 30 in der Gutenbergstraße wird nicht kommen. Laut dem OB sehen die Busbetriebe dies als kritisch, da sie dann an den Einmündungen Vorfahrt gewähren müssten. Die Straße sei auch kein Unfallschwerpunkt. Bei der Neugestaltung der Allee würden aber die Querungsstellen verbessert.

Kritik: Manche Straßen sind nachts zu hell

Zur Kritik, nach der Erneuerung der Straßenlampen seien manche Straßen zu hell und somit eine Gefahr für nachtaktive Tiere, sagte Wosnitza, die Straßenbeleuchtung werde „nach einschlägigen Normen berechnet“ und „auch in Zukunft nach den gültigen Normen installiert“. Anders als andere Städte wird Zweibrücken Blumenzwiebeln am Ende der Saison nicht grundsätzlich den Gartenbesitzern zur Verfügung stellen. Die würden nämlich nicht entsorgt, sondern von der Stadt wiederverwendet. Manche Blumenbeete lägen auch an verkehrsintensiven Straßen, wo es zu gefährlich sei, Zwiebeln selbst auszugraben. Manchmal sprächen Interessenten auch die Mitarbeiter des UBZ direkt an. Sollten mal viele Zwiebeln übrig bleiben, werde der UBZ das auf seiner Internetseite kommunizieren, kündigte Wosnitza an.

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