Zweibrücken OB kündigt „unendlich viele Baustellen“ an

Drei Jahre lang will UGG die Glasfaserkabel in der Stadt verlegen. Das Foto entstand in Reifenberg.
Drei Jahre lang will UGG die Glasfaserkabel in der Stadt verlegen. Das Foto entstand in Reifenberg.

Wenn in Zweibrücken Glasfaserkabel für schnelles Internet verlegt werden, wird es auch Baustellen geben. Darauf stimmt Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza schon mal ein.

Von Thomas Büffel

„Wir werden unendlich viele Baustellen haben“, sagte der OB am Dienstagmittag beim kommunalpolitischen Stammtisch der VTZ auf dem Turnerjahrmarkt. Und mit Galgenhumor fügte er hinzu: „Aber das sind wir ja gewohnt.“ Die Firma UGG (Unsere Grüne Glasfaser) will ganz Zweibrückern mit Glasfaseranschlüssen versorgen. Im Herbst hat sie dafür drei Jahre Bauzeit veranschlagt. Aus dem erhofften Start im April oder Mai dieses Jahres wurde nichts. Einen Starttermin hat die UGG bisher nicht genannt. Nimmt man die Arbeiten in Dörfern um Zweibrücken als Maßstab – etwa in Contwig – werden die Baustellen zwar im ganzen Stadtbild sichtbar sein, den Verkehr auf den Straßen aber nicht allzu sehr behindern. Denn die Kabel werden vor allem im Gehweg verlegt.

Dass die UGG hin und wieder in der Kritik steht, beispielsweise für Werber, die Vertragsabschlüsse erreichen möchten, räumte Wosnitza ein. Ähnlich wie Contwigs Bürgermeisterin Nadine Brinette verteidigt er jedoch die Entscheidung, mit der Tochterfirma der Allianz-Versicherung und des spanischen Mobilfunkanbieters Telefonica zusammenzuarbeiten.

Auf einmal wollen auch die Großen wieder mitmischen

Der OB erinnerte daran, dass die bisherigen Anbieter kein Interesse an einem flächendeckenden Glasfaserausbau gehabt hätten. Erst nachdem die Stadt mit der UGG eine Absichtserklärung unterzeichnet hatte, habe sich die Telekom entschlossen, zumindest die Kernstadt auszubauen. Mittlerweile wirbt auch 1&1 für Glasfaser-Internet in Zweibrücken. „Bis dahin hat sich keiner der Großen gekümmert. Auf einmal kriechen sie alle aus ihren Löchern“, sagte Wosnitza.

Für die Stadt und die Dörfer haben die Angebote der UGG – und jetzt auch der Mitbewerber – einen großen Vorteil: Sie müssen den Ausbau nicht bezahlen. Die Kosten übernehmen die Firmen. Die Internetnutzer bekommen den Glasfaseranschluss bis ins Haus ohne Zusatzkosten, wenn sie schon in der Ausbauphase einen Vertrag abschließen.

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