Zweibrücken
Neuer Vorschlag für eine der schlechtesten Straßen Zweibrückens
Der Stadtrat hat vergangene Woche einstimmig einem Antrag der CDU zugestimmt, Geld für den Ausbau der Fasaneriestraße in den Haushalt einzustellen. Die Straße führt vom Bahnübergang in Niederauerbach bergauf, vorbei am Fasanerie-Hotel, Richtung Canadasiedlung und den Fasanerieberg hinunter bis kurz vors Gefängnis. Im Gespräch ist nun, die etwa anderthalb Kilometer von der Annweilerstraße am Fuß der Fasanerie bis zur ehemaligen Baumschule Winkler zu erneuern. Die CDU schlägt vor, diesen Abschnitt nicht voll auszubauen, sondern abzufräsen und neu zu asphaltieren. Fraktionssprecher Pascal Dahler erinnerte in seiner Haushaltsrede daran, dass die alte B10 Richtung Contwig, die Annweilerstraße, ursprünglich für 850.000 Euro ausgebaut werden sollte, dann aber nur 240.000 Euro kostete: „Die Maßnahmen außerhalb des Vollausbaus sind oftmals deutlich schneller und deutlich günstiger.“
SPD-Sprecher Stéphane Moulin begrüßte den Antrag: „Was die
Sanierung der Fasaneriestraße im Hochausbau angeht, so ist das nur zu begrüßen, wird doch hier schließlich auch eine Anfrage unseres Ratskollegen Rimbrecht aufgegriffen, und – soweit ich mich erinnere – hatte auch unser Oberbürgermeister bereits Sympathien dafür bekundet.“ Moulin schlug vor, „dieses Projekt in das Investitionsprogramm des Bundes zu nehmen und somit die Belastung für den städtischen Haushalt noch kleiner zu halten“.
Ausbau nächstes Jahr unwahrscheinlich
Das hatte auch Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) in der Sitzung des Bauausschusses Anfang Dezember in Aussicht gestellt. Der Ausbau werde „Thema im Rahmen der 30 Millionen“ werden, sagte er. Damit meinte er das Geld, das Zweibrücken aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes bekommt. Der Bund gibt 25 Millionen, vom Land kommen noch mal fünf Millionen. Diese Summe wird verteilt auf zwölf Jahre. „30 Millionen sind da ratzfatz weg“, sagte der OB. Da die Fasaneriestraße eine Kreisstraße ist, wird sie nicht mit den wiederkehrenden Beiträgen erneuert, die die Zweibrücker Grundstücksbesitzer bezahlen. Die Stadt muss den Ausbau komplett alleine tragen. Der stellvertretende Leiter der Kämmerei, Alex Kimmel, sagte in der Haushaltssitzung, man könne Geld in den Haushalt einstellen, es sei aber unwahrscheinlich, dass die Straße bereits 2026 erneuert wird. Pascal Dahler dazu: „Uns ist wichtig, dass wir auf den Weg kommen.“