Zweibrücken Ausbau im Turbo-Tempo: Die „alte B10“ ist fertig
Wieder freie Fahrt auf der „alten B10“ (Annweilerstraße) nach Contwig. Der Ausbau der einst schlechtesten Straße in ganz Zweibrücken ist fertig − und das nach lediglich drei Wochen Bauzeit. „Die Straße ist ja ein Thema, was sich schon seit sehr vielen Jahren trägt, und das die ganze Region bewegt“, sagte der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza bei der Eröffnung am Montagmittag.
Lange war diskutiert worden, wie und zu welchem Preis die Straße ausgebaut werden sollte. Letztlich wurde die Variante gewählt, lediglich die Straßendecke zu erneuern.
Wosnitza erklärte bei der Eröffnung weiter: „Und dann gab es ja die Frage: Wann machen wir unseren Teil? Der Teil aufseiten der Verbandsgemeinde ist ja in einem guten Zustand. Unserer war, gelinde gesagt, im übelsten Zustand.“ Die Straße war sogar so schlecht, dass auch Fahrradfahrer per Schild zum Absteigen und Schieben ihres Drahtesels aufgefordert worden sind.
Baubeginn für das knapp 1100 Meter lange Straßenstück war am 3. November. 5,5 Meter ist die Straße breit − deshalb gibt es auch keine Mittelmarkierung. Gekostet hat die Sanierung laut Steffen Mannschatz vom Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) 240.000 Euro. Mannschatz: „Das war viel, viel günstiger als das, was wir angenommen haben.“
Straße wurde zum Politikum in der CDU
Wosnitza: „Wichtig ist, dass wir jetzt wieder eine Verbindung nach Contwig haben, über die Autofahrer ohne Achsenbruch durchkommen und Fahrradfahrer, ohne sich die Handgelenke zu brechen.“ Für ihn ist der Ausbau ein „Riesenwurf“. Froh über die neue Straße ist auch Contwigs Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette.
Noch Anfang 2025 sah es nicht danach aus, als würde die „alte B10“ so schnell saniert werden. Die Zweibrücker CDU-Stadtratsfraktion hatte aus Spargründen gegen den Ausbau gestimmt. In Contwig sorgte das für Unmut. „Die Stimmung im Dorf war schon mal besser“, sagte Brinette im Januar. Die Ortsbürgermeisterin und Björn Bernhard, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, konnten Anfang des Jahres die Entscheidung ihrer CDU-Partei-Kollegen nicht nachvollziehen.