Speyer
Wohin mit dem Jugendcafé Süd: Stadt hat neue Idee
Die Stadtverwaltung hatte den 2024 schon beschlossenen Jugendtreff-Standort in Süd in diesem Frühjahr wieder in Frage gestellt, weil er durch Altablagerungen belastet sein könnte: Die ehemalige Auskiesungsfläche sei mutmaßlich mit Müll und Bauschutt verfüllt worden. Angekündigt wurden Beprobungen und die Suche nach Standortalternativen. Einen möglichen anderen Standort stellt die Stadt nun im Zusammenhang mit einem weiteren Bauprojekt vor. Er ergäbe sich indirekt aus dem Plan, die Pestalozzischule in das ehemalige Stiftungskrankenhaus zu verlagern.
In einer Sitzung des Bauausschusses (Dienstag, 9. Juni, 17 Uhr, Stadtratssitzungssaal) will die Stadt ein Votum für neue Pläne zum „Stift“ in der Spitalgasse: Demnach würde eine Nachnutzung des Leerstands als „Inklusive Mitte“ mit zwei Bausteinen angestrebt: Förderschule und Begegnungshaus mit Wohnungen sowie öffentlichen Bereichen. Die Pestalozzischule könnte dann aus ihren heutigen beengten Verhältnissen im Vogelgesang sowie dem Ausweichquartier in Berghausen dorthin umziehen. Die in der Kardinal-Wendel-Straße benachbarte Grundschule im Vogelgesang würde deren Speyerer Räume hinzubekommen.
Die Idee der Stadt: Der Verwaltungsbereich der Grundschule könnte in die vergleichbaren Räume der Förderschule umziehen. Damit würde ein Teil des Gebäudes frei, der „sinnvoll und kostengünstig abgetrennt“ werden und einer neuen Nutzung zugeführt werden könnte – zum Beispiel als Jugendcafé. „Dies würde zur Folge haben, dass auch der Neubau des Jugendcafés Süd im Kirschweg entfallen könnte und keine weitere Bebauung wertvoller Grünflächen erfolgen muss.“