Speyer
Taxiplätze in den Nordteil: So soll der Hauptbahnhof umgestaltet werden
Die Stadt stellt dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr in der Sitzung am Dienstag (17 Uhr), einen zweistufigen Umbauplan vor. So soll zunächst 2025 der Vorplatz durch „gestalterische Maßnahmen“ der DB aufgewertet werden. Die Stadt möchte laut Plan temporär Bäume in Kübeln auf den Vorplatz stellen und zudem dem städtischen Fahrradparkhaus neue Begrünung, Beleuchtung, Verkleidung und Farbakzente spendieren. Ein Neubau werde erstmal nicht umgesetzt – es fehlten Fördermittel und die Umsetzung sei sehr komplex. Die neue barrierefreie WC-Anlage soll dagegen bereits Anfang 2025 fertig werden: Der Umbau des früheren Kiosks an der Schneckennudel-Brücke hat bereits im Sommer begonnen.
Auch auf einen neuen Taxistandort haben sich Behörden, Planungsbüro und Bahn inzwischen geeinigt. Der ursprünglich geplante neue Standort in der nahen Prinz-Luitpold-Straße wird es auf Wunsch der Anwohner nicht. Die Taxen sollen stattdessen laut Plan künftig am nördlichen Ende des Bahnhofsgebäudes Platz finden. Dort lagert die DB aktuell noch Abfallbehälter. Der neue Müllstandort der Bahn sei am südlichen Eingang hinter den Fahrradboxen vorgesehen. Ab 2027, in der zweiten Stufe des Umbauplans, soll der Taxenstandplatz umziehen. „Der neue Taxistandplatz erhält eine Zu- und Ausfahrt zur Bahnhofstraße“, erläutert die Stadt.
„Teillösung“ für Radweg
Der Umzug ist nötig, weil der Fahrradweg am bisherigen Taxistandort vor dem Bahnhofsgebäude verbreitert werden soll. Den Radweg in der gesamten Bahnhofstraße umzubauen sei laut einer Verkehrsuntersuchung zwar möglich, jedoch sei der notwendige Umbau der Straße „aus Kosten-, Personal- und logistischen Gründen nur langfristig realisierbar“, schreibt die Stadt. Deswegen werde im Bahnhofsumfeld eine „Teillösung“ angestrebt. Außerdem in der zweiten Umbaustufe geplant: ein doppelter Ampelübergang. „Der breitere Übergang sorgt für eine deutlich komfortablere Straßenquerung“, heißt es im städtischen Plan.
Schlussendlich zustimmen muss den Plänen der Stadtrat in seiner Sitzung am 14. November. Rund eine Woche später würden sie bei entsprechendem Votum noch dem Gestaltungsbeirat vorgestellt und Anfang des neuen Jahres dem Bauausschuss präsentiert. Danach würden die Bürger informiert.
Und auch im Bahnhofsinneren soll sich etwas tun: „Die Bahn hat umfangreiche Aufwertungsabsichten“, erklärt die Stadt. Es sei etwa vorgesehen, Unterführungen zu sanieren, Beleuchtung zu verbessern, Aufzüge auszutauschen und Mobiliar zu ergänzen. Am Ende solle der Speyerer Bahnhof ins Rennen um den „Bahnhof des Jahres“ geschickt werden – eine Auszeichnung der „Allianz pro Schiene“. Die Bahn will sich auf Anfrage aktuell noch nicht näher zur Bahnhofsentwicklung äußern, weil sich das Projekt noch in der finalen Planungsphase befinde.