Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Am Bahnhof wird gebaut und weiter geplant

Früheres Kiosk an der Speyerer Schneckennudel-Brücke: Die Demontage hat begonnen.
Früheres Kiosk an der Speyerer Schneckennudel-Brücke: Die Demontage hat begonnen.

Es tut sich etwas am Bahnhof: Mit Abrissarbeiten am früheren Kiosk an der Schneckennudel-Brücke haben die geplanten Umgestaltungen im Umfeld begonnen. Die weiteren Planungen stehen aber noch nicht. Zentrale Fragen sind offen. Nur zwei Stichworte: Wohin kommt der Taxistand, wohin das Fahrradparkhaus?

Das Kioskgebäude inmitten der Fußgängerbrücken-Schneckennudel war früher meist Imbiss in verschiedenen Geschmacksrichtungen, steht nun jedoch schon länger vor. Die Stadt hat es von der Bahn erworben und trifft nun die Vorbereitungen, um eine öffentliche Toilettenanlage einzubauen. Diese fehlt am Bahnhof, seit die WCs am Gleis infolge von Vandalismus geschlossen sind. „Mit der Fertigstellung der WC-Anlage ist im ersten Quartal 2025 zu rechnen“, teilt die Verwaltung auf Anfrage mit. Wenn der Bahnhofsvorplatz umgestaltet wird, werde auch die Außenanlage des Toilettenhauses verschönert.

Was vor dem Bahnhof geschieht, ist jedoch teilweise noch offen. Ein Heidelberger Planungsbüro hatte 2023 schon eine Planung vorgelegt, dafür aber teilweise Widerspruch geerntet. Zu den Bestandteilen des 1,5-Millionen-Euro-Projekts hätte die Verlagerung der Taxi-Stellplätze in die Prinz-Luitpold-Straße gehört, die aber nach Protesten schnell gekippt wurde.

Am Busbahnhof kein Platz

Nun wird ein neuer Platz für die Taxis gesucht. Inzwischen lägen Ergebnisse der Prüfungen dazu vor, so die Stadt auf Anfrage. Eine Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass auf der gesamten Fläche des Busbahnhofs kein Platz für diese Fahrzeuge sei. Die Verwaltung suche deshalb nun Gespräche mit den Taxi-Betrieben und der Bahn und wolle dann zusammen mit Experten „einen neuen Planungsvorschlag erarbeiten, in dem die Taxistände auf dem Bahngelände neu angeordnet werden“. Nach der Sommerpause solle ein Konzept für die Verkehrslenkung vorgestellt werden, das als Grundlage für die weitere Grünplanung dienen werde. Wie berichtet, soll der bisher versiegelte Bahnhofsvorplatz aufgewertet werden.

Zwei weitere Vorentscheidungen sind laut Stadt gefallen: Ein Abriss von Teilen des südlichen Anbaus an das Bahnhofsgebäude komme seitens der Bahn nicht in Frage. Folge: „kein weiterer Planungsspielraum“. Außerdem würden die Radwege doch nicht nicht als Fahrradstreifen auf die Bahnhofstraße verlegt. Sie sollten im Wesentlichen so geführt werden wie bisher – „nicht niveaugleich zur Straße, jedoch mit der Verbesserung, dass diese um einen Sicherheitsstreifen verbreitert werden“, wie Verwaltungssprecher Florian Ofer erklärt.

600 Plätze für Fahrräder?

Ein wichtiger Bestandteil der bisherigen Planung war auch ein neues Fahrradparkhaus, das größer als die heute überdachte Fläche südlich vor dem Bahnhof wäre. 600 Plätze wurden als Größenordnung genannt, es gab aber andere Vorschläge, die größere Eingriffe in den südlichen Teil des Bahnhofsareals bedeuten würden. Der nächste Vorschlag für das Parkhaus ist eine der spannenden, nun anstehenden Planungsfragen.

WeitereSchritte sollen laut Ofer nun in einem „Arbeitskreis Politik“ gegangen werden. Darin sollten politische Vertreter den neuen Entwurfsansatz diskutieren, bevor dann offiziell die städtischen Gremien sowie die Bürger beteiligt würden. Sie hatten in einer ersten Beteiligungsrunde schon im September 2023 die Möglichkeit, sich zu äußern. „Die Planung wird frühestens im ersten Quartal 2025 abgeschlossen sein“, so Ofer, der – ohne konkrete Summen zu nennen – auch betont, dass „alle beantragten Fördermittel abgerufen“ worden seien.

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