Speyer Stoffhaus-Explosion: Verletzter Arbeiter nimmt sich Anwalt
Einer der bei der Explosion in der Wormser Straße verletzten Arbeiter hat drei Wochen nach dem Unglück noch keine Aussage zu dem Unfallhergang gemacht und lässt sich inzwischen durch einen Anwalt vertreten. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal auf RHEINPFALZ-Anfrage bekanntgegeben. Der zweite verletzte Arbeiter werde noch immer im Krankenhaus behandelt. Der Mann sei nicht ansprechbar. Drei Wochen nach der Verpuffung im ehemaligen Stoffhaus Speyer, das seit 2019 leersteht, gibt es noch wenig Erkenntnisse zur Unglücksursache. Neben den fehlenden Aussagen der Arbeiter ist einer der Hauptgründe dafür, dass der hinzugezogene Gutachter lange nicht in das Gebäude konnte. Der zuständige Statiker hatte zusätzliche Abstützmaßnahmen angeordnet, ehe Ermittlungen im Inneren durchgeführt werden konnten. Nach einer erneuten Verschiebung soll der Gutachter nun am Donnerstag, 15. September, das Gebäude betreten.
Für die Stadt als Eigentümerin, die das Gebäude auf eigene Kosten für 1,8 Millionen Euro renovieren lässt, ist deshalb noch unklar, wie es weitergeht. 1,2 Millionen Euro waren laut Stadtsprecherin Lisa Eschenbach für Baukonstruktion, technischen Anlagen und Baunebenkosten veranschlagt. Aufgrund von Kostensteigerungen im Baubereich kamen im März weitere 600.000 Euro an Kosten hinzu. Von der Gesamtsumme hat die Stadt laut Eschenbach aber erst 200.000 Euro bezahlen müssen.
Die künftigen Mieter, die Shaoyun Kosmetikmanufaktur, die vor elf Jahren in Speyer gegründet wurde, wollten in diesem Herbst dort einziehen. Weil das nun nicht geht, steht die Existenz ihres Betriebs auf dem Spiel. Mehr dazu erfahren Sie hier.