Ausgangsbeschränkung Speyerer Muslime verzichten auf Abendgebete in der Moschee
Seit Montag läuft der muslimische Fastenmonat Ramadan, zu dem normalerweise das feierliche Fastenbrechen abends nach Sonnenuntergang zählt. In Speyer als Kommune, in der wegen hoher Corona-Inzidenz eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr gilt, bringt das nach Einschätzung des Landes die Problematik mit sich, dass die im Ramadan üblichen Abendgebete in der Moschee mit den geltenden Regelungen „nicht in Einklang zu bringen sind“. Die Speyerer Ditib-Gemeinde habe diese Gebete von sich aus abgesagt, so Annika Siebert, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf Anfrage. Am Montag habe der Moschee-Besuch zum Ramadan-Auftakt wie der Besuch christlicher Ostergottesdienste als „triftiger Grund“ gegolten, um nach 21 Uhr noch unterwegs zu sein, seit Dienstag gelte das nicht mehr. Siebert: „Für die Muslime gelten im Fastenmonat Ramadan keine gesonderten Auflagen oder Regelungen.“ Der Kommunale Vollzugsdienst beziehe die großen Glaubensgemeinschaften und die Freikirchen regelmäßig in seine Kontrollen ein.
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