Speyer
Konversionsgelände: Was tut sich 2025?
Seit 2022 gibt es den Beschluss der Stadt Speyer und der Ortsgemeinde Otterstadt, die Konversion der früheren Kurpfalzkaserne auf ihren Gemarkungen gemeinsam voranzutreiben. Für das Jahr 2024 hatte sich die Stadt den Ankauf der verfügbaren Flächen gewünscht und dafür 11,1 Millionen Euro im Haushaltsplan bereitgestellt. Dafür hat es zeitlich nicht gereicht, aber die Hoffnungen ruhen nun auf dem neuen Jahr, betont die Stadt.
„Die Verhandlung und Unterzeichnung einiger vorbereitender Vertragswerke stehen noch aus. Der Ankauf soll daher im kommenden Jahr stattfinden“, teilte Annika Roth, Sprecherin der Stadtverwaltung, im Dezember mit. Vertragspartnerin wäre die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die für das Eigentum des Bundes verantwortlich ist. Zudem müsse die Stadt vertragliche Regelungen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes abstimmen, die für die benachbarte Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) zuständig ist. Diese nutzt einen für die Kommunen aktuell nicht verfügbaren Teil der früheren Kaserne; Speyer und Otterstadt würden den technischen Bereich erwerben.
Zeitplan noch offen
Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. „Wann die Gespräche abgeschlossen sind, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich prognostizieren“, teilt eine Bima-Sprecherin auf Anfrage mit. Wie berichtet, geht es um die sogenannte kommunale Erstzugriffsoption, die der Bima die Möglichkeit gibt, Flächen direkt an Städte und Gemeinden zu veräußern. Die Stadt Speyer geht fest davon aus, dass die Transaktion über die Bühne geht und bereitet nach eigener Mitteilung „die weiteren notwendigen Verfahrensschritte für das Bauleitplanverfahren vor“.
Parallel geht es außerdem schon um das Polygon-Gelände zwischen Speyer und Römerberg, das nach dem Abzug der Bundeswehr aus Speyer 2015 ebenfalls zur Konversion ansteht. Auch dieses will die Stadt erwerben und plant dafür 5 Millionen Euro ein. Hier ist der Weg aber noch ein Stück länger: Vor der Aufnahme konkreter Verkaufsgespräche stünden zunächst weitere Kampfmitteluntersuchungen auf dem Gelände an, so die Bima. Diese seien 2025 geplant. Sie seien aufgrund der intensiven militärischen Nutzung des Geländes seit Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem als Pionierübungsgelände und Munitionssprengplatz erforderlich.
Für den Kasernenbereich plant die Stadt Wohnbebauung und Grünflächen. Zum „Polygon“ gibt es erste Überlegungen für eine Randbebauung etwa mit einem neuen Tierheim.
