Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Herbstmesse-Bilanz: Beschicker sind sehr zufrieden – Wetter spielt in die Karten

Feuerwerk am Samstagabend: Glanzlich der diesjährigen Herbstmesse.
Feuerwerk am Samstagabend: Glanzlich der diesjährigen Herbstmesse.

Speyer ist ein guter Boden für Messen und Jahrmärkte, vor allem, wenn das Wetter passt. Das stimmte bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Herbstmesse 2024. Abwechslung ist wichtig: Karussell und Curry-Wurst reichen längst nicht mehr aus.

Zum letzten Mal wurden die 63 Schaustellergeschäfte auf der Herbstmesse am Sonntag fürs Publikum geöffnet. Es war ein letzter Top-Tag mit hoher Besucherfrequenz. Gute Tage gab es häufig, wie Marktmeisterin Heidi Jester und die Schausteller einheitlich bestätigten.

„Zufriedenstellend“, fasste Jonny Spangenberger die zehn Tage Herbstmesse zusammen. Seine „Ice Road Cars“ drehten sich am Sonntagabend nochmals ohne Unterlass. „Super gelaufen“, stellte Biergarten-Betreiber Alexander Lemke fest. Gepasst hat es für Peter Hupp, der mit den Angeboten „Tornado-Kartoffel“ und Schießbude gastierte. Vor allem die Wochenenden seien gut gewesen. Sein Kommentar: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr hatten wir Bombenwetter. Die Leute sind gekommen.“

Das stellte auch die städtische Marktmeisterin Heidi Jester zufrieden fest. „Es war mega“, betonte sie mit Blick auf einen regelmäßig vollen Festplatz. Den verkaufsoffenen Sonntag am 27. Oktober und am Samstag, 2. November, an dessen Ende ein musikalisches Höhenfeuerwerk gezündet wurde, nannten die Schausteller als besucherstärkste Tage. „Abends gab es kein Durchkommen mehr“, berichtete Hupp über den Sonnabend.

Kürbisschnitzen gefragt

Eine Aktion hob der Speyerer Schausteller Patrick Barth hervor: „Das Kürbisschnitzen ist extrem gut angenommen worden.“ Drei Tische standen zum Werkeln zur Verfügung. Warteschlangen bildeten sich. Solche besonderen Angebote sind aus Barths Sicht erforderlich, um als Messe auf sich aufmerksam zu machen. Alexander Lemkes Ehefrau Antje fiel auf: „An Halloween waren sogar einige verkleidete Menschen auf der Messe unterwegs.“

Den Haken an eine gute Premiere setzen kann auch Anke Riedel. Zum ersten Mal bot sie in einem kleinen Verkaufswagen ihre Bubble-Waffeln mit oder ohne Softeis an. „Die Kombination kommt sehr gut an“, freute sich die Frau aus Mutterstadt und fügte an: „Es hat richtig Spaß gemacht.“ Für die Frühjahrsmesse 2025 hat Riedel der Marktmeisterin bereits zugesagt.

Jester war froh, dass die Schausteller für ihren Einsatz mit bester Resonanz belohnt wurden. Als besondere Aktion, die mittlerweile viel Zuspruch findet, nannte sie die Suche nach dem „Klimastar“. 1000 Euro wurden unter drei teilnehmenden Schulen ausgespielt. Sieger wurde die Dudenhofener Realschule plus.

Abwechslung trägt zum Erfolg bei

Für Barth liegt das Geheimnis einer funktionierenden Messe in der Abwechslung. „Es ist wichtig, sich abzuheben, damit man im Gespräch bleibt“, betonte er. Walking Acts, Superhelden und -idole auf dem Festplatz, Kreativaktionen, Kinderschminken, Stelzenläufer – all das habe bei der Herbstmesse zum Erfolg beigetragen. Die Öffnung des Festplatzes am Abend von Allerheiligen gehörte ebenfalls dazu. „Wir haben gemerkt, die Leute wollen das“, sagte Hupp dazu.

Zum positiven Fazit gehört, dass die Herbstmesse aus polizeilicher Sicht „ruhig und störungsfrei“ verlief. „Es mussten weder Strafanzeigen aufgenommen noch Maßnahmen gegen Personen getroffen werden“, so die Polizeiinspektion Speyer am Montag. Laut Marc Klenk, Sachbearbeiter Einsatz, sind die Jahrmärkte in Speyer aus polizeilicher Sicht ohnehin unproblematisch. „Dass aber nicht mal eine kleine Straftat festgestellt wird, ist ungewöhnlich.“ Die Beamten hätten den Festplatz täglich bestreift.

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