Speyer / Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Biergartensaison gestartet: Sechs Ausflugslokale in und um Speyer

Sonne und bis zu 20 Grad: Die Frühlingstage locken viele Menschen in Restaurants mit Biergarten. In Speyer und dem Umland gibt e
Sonne und bis zu 20 Grad: Die Frühlingstage locken viele Menschen in Restaurants mit Biergarten. In Speyer und dem Umland gibt es einige attraktive Freisitze.

Endlich warme Tage, endlich Lust auf Biergarten: In Speyer und im Umland sind die Freisitze vieler Gaststätten wieder geöffnet. Ein Überblick, wo sich die Einkehr lohnt.

Viele Stammgäste seien schon „zum ersten WuPo der Saison“ vorbeigekommen, berichten Timon Weber und Peter Roth. Sie betreiben mit dem „Alten Hammer“ am Leinpfad einen der bekanntesten und größten Speyerer Biergärten. Hier ist täglich ab 10.30 Uhr (Küche ab 11.30 Uhr) Betrieb, und hier ist Wurstsalat mit Pommes – dafür steht die Abkürzung – das beliebteste Gericht. 360 Plätze stehen draußen, 85 im Innenbereich zur Verfügung. In der kalten Jahreszeit kommt ein Winterpavillon hinzu. Was den Freisitz angeht, sind Weber und Roth heute noch glücklich über ihre Entscheidung vor drei Jahren, in bessere Schirme zu investieren: „Sie bescheren uns ein hohes Maß an Wetterunabhängigkeit.“ Bei Regen müsse der Biergarten mit Blick auf den Rhein verlassen werden.

Chefs im „Alten Hammer“: Peter Roth (links) und Timon Weber.
Chefs im »Alten Hammer«: Peter Roth (links) und Timon Weber.

Direkt gegenüber dem „Alten Hammer“ und mit ebenso schöner Perspektive auf den Fluss liegt das „Rentschlers“, in früheren Zeiten und anderer baulicher Anordnung als „Neuer Hammer“ bekannt. Heute bewirtet das Team um Inhaber Boris Rentschler im Außenbereich mit rund 100 Sitzplätzen und im verglasten Gebäude mit zusätzlichen 80 Plätzen. Gäste sind täglich ab 11 Uhr willkommen. „Unsere Terrasse ist grundsätzlich immer geöffnet, sobald es das Wetter zulässt“, betont Rentschler. Ein Teil der Plätze sei überdacht. Der Inhaber legt Wert auf Vielseitigkeit – nicht nur bei der Speisen- und Getränkekarte, sondern auch bei der Gestaltung des Biergartens – „von klassischer Terrassenbestuhlung bis hin zu lockeren Sitzgelegenheiten“.

Rentschlers: vielseitig gestalteter Biergarten.
Rentschlers: vielseitig gestalteter Biergarten.

„Bei schönem Wetter haben wir den Biergarten schon geöffnet und freuen uns, unsere Gäste dort begrüßen zu dürfen“, teilt eine Sprecherin der Hausbrauerei „Domhof“ mit. Rund 250 Sitzplätze gibt es. Charakteristisch für die Atmosphäre im Biergarten: Ein Brunnen im Zentrum und das Rauschen der alten Kastanienbäume, die zudem Schatten spenden. Im Sommer seien die Öffnungszeiten fest: Sonntag bis Donnerstag werde bis 23 Uhr, freitags und samstags bis Mitternacht bewirtet. „In der Übergangszeit richten sich die Zeiten am Abend nach der Auslastung.“ Herzstück des Angebots vor Ort sei das seit 37 Jahren hausgebraute Bier. Aber auch Biercocktails – zum Beispiel mit Rosmarinnote oder Holunderblüte – kämen gut an. Kulinarisch seien die Ochsenbäckchen mit Dornfeldersoße und Butterspätzle ein echter Klassiker und gerade bei Stammgästen beliebt. Gleichzeitig zeige sich ein spannender Trend auf den Tellern: Vegetarische und vegane Gerichte „sind längst mehr als nur eine Alternative“.

Beliebt unter Bäumen: Biergarten im Domhof.
Beliebt unter Bäumen: Biergarten im Domhof.

Auch die „Industriehof Schenke“ hatte in diesen Tagen ihren Freisitz schon geöffnet, wie Betriebsleiter Rene Neumann erklärt. In der Übergangszeit werde das noch von Tag zu Tag entschieden und über die sozialen Medien kommuniziert. „Generell sind unsere Öffnungszeiten ab etwa Mitte oder Ende April dann Donnerstag bis Sonntag“, erklärt er. Rund 200 Sitz- und Stehplätze gebe es – verteilt auf Liegestühle auf der Wiese, Tische und Stühle auf den Terrassen und Weinfässer. Vor der Saison sei teilweise die Bestuhlung erneuert worden, außerdem sei die Aperitif-Karte deutlich gewachsen. Bewirtet werde Donnerstag und Sonntag bis mindestens 21 Uhr. Freitags und samstags sei der Garten bis Mitternacht offen. „Bei uns sind die klassische Rieslingschorle und jegliche Spritz-Getränke die absoluten Bestseller“, sagt der Betriebsleiter. In dieser Saison sollen häufiger Solomusiker oder kleinere Bands in der „Industriehof Schenke“ spielen.

„Meine Terrasse ist schon lange offen“, sagt Ali Berjaoui von „Ali’s Ristorante“ im Binsfeld. Im Freisitz der einstigen „Anglerstubb“ bieten laut Berjaoui rund 50 Sitzplätze einen malerischen Ausblick auf den Kuhuntersee. In seiner Gaststätte wie auf der Terrasse bietet der gebürtige Libanese „deutsche, italienische und mediterrane Gerichte“ an, wie er sagt. Natürlich stehe auch Fisch auf der Speisekarte. Geöffnet ist das Restaurant dienstags bis samstags jeweils von 11 bis 22 Uhr, sonntags bis 21 Uhr. Montags ist Ruhetag, „es sei denn, er fällt auf einen Feiertag“, sagt Berjaoui. So habe er etwa am Pfingstmontag geöffnet, oder auf Wunsch auch für Gesellschaften und Feierlichkeiten. Bald soll auch wieder das Maskottchen des Hauses, Berjaouis Papagei Coco, die Gäste begrüßen.

Binsfeld: Der Freisitz von Wirt Ali Berjaoui bietet einen Blick auf den Kuhuntersee.
Binsfeld: Der Freisitz von Wirt Ali Berjaoui bietet einen Blick auf den Kuhuntersee.

Wer mit Fahrrad von Speyer aus Richtung Süden am Deich entlang unterwegs ist, kommt in Heiligenstein am Fußballplatz an der „Gaststätte Am Altrhein“ vorbei, die mit ihrem Biergarten im Grünen zu einer Pause einlädt. Die Gaststätte wird seit mittlerweile 16 Jahren – mit einer zweijährigen Unterbrechung – von Aneta und Axel Lutz geführt. Im Biergarten finden 80 bis 100 Personen Platz, im Innenraum gibt es bis zu 100 weitere Plätze, informiert Steven Lutz, der Sohn des Inhaber-Paars. Die Gastleute bieten frische Speisen – überregional und aus der Pfalz – entsprechend der Jahreszeit an. Zurzeit ist Spargelzeit. „Unsere Preise sind der Konkurrenz ein Dorn im Auge. Während andere drei bis vier Euro teurer geworden sind, sind wir beim Preis aus dem vergangenen Jahr geblieben“, sagt Steven Lutz. Die Gaststätte ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 21.30 Uhr geöffnet. Wenn viel los ist, bleiben die Türen länger offen, informiert Lutz, der auch auf die Auswahl an Weinen und Edelspirituosen aufmerksam macht. Außerdem gibt es wechselnde Gerichte, die mit Schildern am Eingang beworben werden. „Es lohnt sich also immer vorbeizuschauen“, sagt Lutz.

Bewirten ihre Gäste im Biergarten: Aneta und Axel Lutz (stehend), Inhaber der „Gaststätte Am Altrhein“ beim FV Heiligenstein.
Bewirten ihre Gäste im Biergarten: Aneta und Axel Lutz (stehend), Inhaber der »Gaststätte Am Altrhein« beim FV Heiligenstein.
Mehr zum Thema
x