Meinung Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie erzielt einen Teilerfolg

Ein Plakat der BIgT an der Schlichtstraße im Nordosten von Waldsee.
Ein Plakat der BIgT an der Schlichtstraße im Nordosten von Waldsee.

Die Bürgerinitiative in Waldsee verbucht im Kampf gegen ein angedachtes Tiefengeothermie-Projekt einen Teilerfolg. Welche Auswirkungen das hat, ist offen.

1541 Unterschriften innerhalb von drei Wochen sind ein Wort. Wenn alle Unterschriften gültig sind, haben sich rund ein Drittel der Waldseer Wahlberechtigten de facto gegen das Tiefengeothermie-Projekt ausgesprochen. Das Quorum für ein Bürgerbegehren ist damit locker erreicht. Ob die Bürgerinnen und Bürger allerdings eines Tages über die von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Frage abstimmen dürfen, ist fraglich. Entscheidend wird vielmehr sein, wie die Waldseer Kommunalpolitik reagiert. Eine Mehrheit im Gemeinderat vertrat bislang die Grundhaltung, das Geothermie-Projekt positiv begleiten zu wollen, weil sie nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen für die Gemeinde sieht. Lässt sie sich nun davon abbringen, hätte das auch Auswirkungen auf die Standort-Suche für das Energie-Projekt, das Teil der – auf politisch höchster Ebene – gewollten Wärmewende, weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern, ist.

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