Speyer
Bürgerinitiative fordert: Güterzüge sollen rechtsrheinisch fahren
Dass der Lastverkehr von Rotterdam nach Genua auf die Schiene soll, unterstützen die Aktivisten. Nur soll er nicht linksrheinisch und damit auch nicht durch Speyer und Umland führen. Ziesling geht davon aus, dass sogar die „Anglerstubb“ im Binsfeld dafür geopfert werden könnte. „Dagegen müssen wir uns mit Händen und Füßen zur Wehr setzen“, sagt ein Besucher der Gründungsversammlung.
Die Gründungsmitglieder kommen aus Speyer, Otterstadt, Waldsee sowie den Verbandsgemeinden Römerberg und Dudenhofen. Ziesling plant den Zusammenschluss mit gleichgesinnten Initiativen wie Limburgerhof. Sein Motto für die Kommunalwahl im kommenden Jahr: „Keine Stimme für eine Partei, die das Vorhaben der Deutschen Bahn unterstützt.“
Gespräche mit den bereits aktiven rechtsrheinischen Bürgerinitiativen gegen den Bau der Schienen-Trasse will Ziesling so bald wie möglich aufnehmen, sämtliche Ortsvorsteher im Umland ansprechen, der Stadt Speyer Unterstützung bei ihren Argumenten gegen das Großprojekt der Bahn anbieten, Flugblätter erstellen und eine Großdemonstration planen. Alles müsse schnell gehen, so Ziesling, denn die Entscheidung über den Streckenverlauf der Trasse solle nach jetzigem Kenntnisstand schon im Oktober fallen.
Aktivisten wollen rasch handeln
Grundlage für die Zusammenarbeit und das weitere Vorgehen ist für Ziesling der Ausschluss der AfD und deren Sympathisanten sowie allen nicht demokratischen Parteien und Organisationen. „Wir agieren überparteilich“, betont der Initiator. Auch er trete als BI-Sprecher nicht für die Grünen, sondern als Privatperson an. Ohne Gegenrede stimmten die Aktivisten auch in diesem Punkt zu.
Bereits in der nächsten Woche will sich die BI „Keine Schwerlasttrasse durch die Vorderpfalz“ erneut treffen. Am Freitag, 21. Juli, 19 Uhr, sollen demnach die anstehenden Schritte besprochen werden. Dazu gehört die Kontaktaufnahme mit dem Jugendstadtrat spätestens nach den Sommerferien, die Einrichtung von Infoständen auf den Wochenmärkten Berliner Platz und Königsplatz, die Präsentation in sozialen Netzwerken, die Erstellung einer Unterschriftenliste und einer Internetseite sowie die Vorbereitung von Informationsveranstaltungen in allen Stadtteilen und Umlandgemeinden. Der Ort der zweiten Sitzung wird laut Ziesling noch bekanntgegeben. Weitere Infos sind online unter der Website der BI Limburgerhof zu finden.
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