lambsheim Zweite Flüchtlingsunterkunft in Quarantäne

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Neben der Asylbewerberunterkunft in Großniedesheim hat es auch die in Lambsheim erwischt: Zwei Bewohner des Hauses in der Königsberger Straße sind Ende vergangener Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Damit stehen zwei von drei Gemeinschaftsunterkünften der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim unter Quarantäne, wie Bürgermeister Michael Reith (SPD) mitteilte. In der Unterkunft in der Großniedesheimer Hauptstraße waren am 20. Oktober fünf Infektionen bekannt geworden und zwei Wochen später noch zwei weitere, weshalb gerade aus der Isolierung entlassene Bewohner wieder zurück in die Quarantäne mussten.

In beiden Anwesen gebe es aktuell jeweils zwei positiv getestete Personen, informierte Reith am Montag auf Anfrage. „Die nächste Testung ist am Mittwoch vorgesehen. Sofern diese hoffentlich negativ ist, können wir die Quarantäne in beiden Einrichtungen aufheben.“ Sowohl in Großniedesheim als auch in Lambsheim sei der Sicherheitsdienst vor Ort und ein Lieferservice, der Lebensmittel bringe, beauftragt.

Eine Umsiedlung von coronapositiven Bewohnern in die zentrale Unterkunft des Rhein-Pfalz-Kreises will der Bürgermeister vermeiden. Das könnte zwar helfen, neue Ansteckungen innerhalb einer isolierten Einrichtung und damit eine längere Schließung zu vermeiden. Andererseits, so Reith, könnten die Flüchtlinge dann das Gefühl haben, abgeschoben zu werden. Dann laufe es womöglich nicht mehr so stressarm ab.

Bisher habe das Anordnen von Quarantäne in den Unterkünften der VG ganz gut umgesetzt werden können. Allerdings: Anfang November hat das Ordnungsamt nach eigenen Angaben ein Verfahren gegen einen Migranten eingeleitet, weil dieser gegen die erneut verhängten Quarantäneauflagen verstoßen hatte.

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