Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Stellvertreter für einen Chefsessel

Das Kreishaus in Ludwigshafen. Volker Knörr und Bianca Staßen sind noch im Rennen um den Chefsessel.
Das Kreishaus in Ludwigshafen. Volker Knörr und Bianca Staßen sind noch im Rennen um den Chefsessel.

Ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin des Landrats beerbt diesen im November. Nach den Vorleistungen ist Volker Knörr der klare Favorit.

Christdemokrat Volker Knörr und Sozialdemokratin Bianca Staßen gehen am 16. März in die Stichwahl. Dann entscheidet sich, wer die Nachfolge von Clemens Körner (CDU) als Landrat oder Landrätin des Rhein-Pfalz-Kreises antritt.

Nach der CMR-Umfrage der RHEINPFALZ ist dieser Ausgang des ersten Wahlgangs nicht überraschend. Nach der RHEINPFALZ-Podiumsdiskussion allerdings schon. Da hatte sich vor allem der Altriper Maurice Kuhn (Grüne) als sehr ernst zu nehmender Bewerber vorgestellt. Mit am Ende nur 8,4 Prozent dürfte er nicht zufrieden sein.

Mehr erhofft hatte sich mit Sicherheit auch Ralf Marohn (FDP). Der Neuhofener Ortsbürgermeister hatte versucht, mit einer anderen Herangehensweise beim Projekt Umzug der Kreisverwaltung nach Schifferstadt die Wähler auf seine Seite zu ziehen. Mit 10,8 Prozent ist ihm das nur bedingt gelungen.

AfD-Kandidat Joachim Paul profitierte vom Aufschwung der Partei auf Bundesebene und erreichte aus dem Stand heraus 19,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Am Ende musste er jedoch geschlagen die Heimfahrt nach Koblenz antreten.

Das heißt, dass sich Körners Nachfolge aus der aktuellen Kreisspitze rekrutieren wird. Volker Knörr ist aktuell Erster Beigeordneter, Bianca Staßen zweite Beigeordnete. Es wird darauf ankommen, wer bei der Stichwahl die eigene Klientel mobilisieren kann. Ohne die „Hilfe“ einer Bundestagswahl ist die Wahlbeteiligung traditionell schwächer. Nach dem ersten Wahlgang ist Knörr der Favorit. Doch wenn es der Otterstadterin Staßen gelingt, zum Beispiel Wähler der Grünen von sich zu überzeugen, kann auch dieser Wahlabend sehr spannend werden.

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