Rhein-Pfalz Kreis
Zur Sache: Das sagt der Bundesverband
„Wie andere Verbände in der katholischen Kirche haben auch wir mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen“, sagt KFD-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus auf Anfrage. Die Mitgliederanzahl, die 2022 noch bei rund 400.000 lag, sei zuletzt auf 350.000 gesunken. „Das Vertrauen in die Kirche nimmt weiter ab, vor allem aufgrund der Missbrauchsskandale und des Verhaltens einiger Bischöfe nicht zuletzt auch während des Synodalen Weges“, glaubt Vielhaus.
Es gebe unterschiedliche Aktionen, um jüngere Frauen für die Ziele und Inhalte der KFD zu begeistern. So gebe es die digitale Mitgliederkampagne „#meinekfd“ und Aktivitäten in sozialen Netzwerken. „Außerdem möchten wir mit großen Aktionen wie zuletzt am 9. März 2023 die Aktion ,gleich + berechtigt’ zur 5. Synodalversammlung, auf unsere Themen aufmerksam machen“, sagt die Geschäftsführerin.
Zur Kritik an den erhöhten Mitgliedsbeiträgen sagt Vielhaus, dass der Anteil des Bundesverbands ab 1. Januar 2024 erstmals nach 14 Jahren erhöht werden müsse. „Die zehn Euro mehr im Jahr sind im ersten Moment viel, aber auf die 14 Jahre verteilt wenig“, findet sie. Hintergrund für die Anhebung des Beitrags seien unter anderem die gestiegenen Kosten in vielen Bereichen wie Papierbeschaffung, Energie und Personal. Es könne sein, dass manche KFD-Frauen die Beitragsanhebung nicht mittrügen und austräten. Die Diözesanverbände versuchten aber immer, eine Lösung zu finden, wenn Mitglieder ihren Beitrag nicht zahlen könnten. „Wer wahrgenommen werden will und neue Mitglieder gewinnen möchte, muss Geld in die Hand nehmen“, so die Geschäftsführerin. „Und zu diesem Geld gehört der Mitgliedsbeitrag.“ Trotz allem blicke die KFD zuversichtlich in die Zukunft. „Ich bin mir sicher, dass es die KFD auch in Zukunft als spannenden Frauenverband geben wird“, sagt Vielhaus.
