Rhein-Pfalz Kreis
Wie VG und Kreis sich vorbereiten
Die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim arbeitet an der Umsetzung eines Katastrophenschutzkonzepts, das fünf „Säulen“ benennt: das Gebäude für den Krisen- und Verwaltungsstab, zwei Wärmeinseln, sechs Notbrunnen in den Ortsgemeinden und die „interne Versorgung“ für Krisenstab und Wärmeinseln. Für Krisenstab und Feuerwehr sind laut Bürgermeister Michael Reith (SPD) fünf Satellitentelefone, EDV-Ausstattung und zwei 100-kVA- sowie ein 60-kVA-Notstromaggregat beschafft worden. Wärmeinseln mit medizinischer Versorgung könnten die Lambsheimer und die Beindersheimer Schule sein. Die Beheizung erfolge in Lambsheim über das Holzhackschnitzelkraftwerk und in Beindersheim über Holzpellets mit jeweils einer Notstromversorgung. Am 16. November fand eine Übung des Szenarios Gasausfall statt, eine weitere zum Szenario Stromausfall ist laut Reith in Theorie und Praxis für Anfang Februar geplant.
Im Rhein-Pfalz-Kreis hat Mitte Oktober im Katastrophenschutz-Logistikzentrum ein „Informationsaustausch der Behörden und Organisationen“ stattgefunden. Einer Pressemitteilung zufolge stand dabei die vergangene Hochwasserschutzübung in der VG Rheinauen auf dem Programm. Landrat Clemens Körner (CDU) informierte über das neue Kreisreferat Brand-/Katastrophenschutz/Rettungsdienstbehörden, das Robin Klamm leitet.
Nach dem Landesgesetz müssen neben Städten und Gemeinden auch die Landkreise Katastrophenschutzaufgaben erfüllen, vor allem mit dem allgemeinen Alarm- und Einsatzplan. Die RHEINPFALZ wollte wissen, wie der Rhein-Pfalz-Kreis seine Gemeinden unterstützt, unterweist oder anleitet. Die Kreispressestelle teilt dazu mit: Bei einem flächendeckenden Versorgungsausfall habe der Kreis andere Aufgaben als die Gemeinden. Da diese „ihre eigenen Aufgaben und Ziele verfolgen“, bleibe es bei einer Absprache, wie in welcher Krisenlage miteinander kommuniziert und „die Aufgabenbewältigung und Lagemeldungen rückgekoppelt“ würden. Bei der Beschaffung von Technik habe es regelmäßig Austausch gegeben.
