Rhein-Pfalz-Kreis
Welche Schlüsse der Elternausschuss aus der Umfrage zieht
Der Kreiselternausschuss (KEA) hat in seiner Auswertung zu jedem Themenfeld seine Schlüsse gezogen. So sei anhand der Umfrage unter anderem deutlich erkennbar, dass sich durch die kurzfristige und zu häufige Kürzung der Betreuungszeiten oder Notbetreuung Beruf und Familie oft schwer vereinbaren ließen. „Zudem scheint in vielen Kommunen das Kita-Platzangebot nicht dem Bedarf der Familien zu entsprechen“, ist in der Auswertung nachzulesen. „Sorgenkind im Rhein-Pfalz-Kreis ist Mutterstadt“, resümiert der KEA. Dort werde die Situation als am kritischsten empfunden. Hier mangele es sowohl an Fachkräften als auch an Kita-Plätzen. Außerdem werden Elternbefragungen empfohlen, sowohl in den Kommunen, aber auch kreisweit, um mehr Transparenz zu schaffen. Dazu hat der KEA im Jugendhilfeausschuss des Kreises beantragt, alle zwei bis drei Jahre die Eltern nach ihrem Bedarf und dem gewünschten pädagogischen Konzept standardisiert zu befragen. Die Ergebnisse könnten bei Um- oder Neubauten berücksichtigt werden. Bedenklich ist aus Sicht des KEA, dass die Zufriedenheit über die Gesamtsituation in den Kitas beim Personal am schlechtesten ist. Hier sollten alle Entscheidungsträger nach den Ursachen forschen und gegensteuern. Aber auch Eltern können am Kita-Alltag mitwirken. Laut Umfrage ist diese Mitwirkung ausbaufähig. „Eltern müssen ihre Rolle im System Kita wahrnehmen, die Unterstützung aller Akteure ist notwendig“, mahnt der KEA.
Baumaßnahmen an Kita-Gebäuden scheinen bei kirchlichen Trägern langsamer voranzugehen als bei kommunalen Trägern. Auffällig sei auch, „dass bei vielen Fragen Kitas in katholischer Trägerschaft schlechter abschneiden als evangelische und kommunale Kitas“. Der KEA empfiehlt, dass die Träger mit dem zuständigen Bistum Speyer nach Ursachen und Verbesserungsmöglichkeiten suchen sollten.
