Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Was Leser ärgert: Poller stehen Radfahrern im Weg

Stehen mitten auf dem Radweg und sind nicht unumstritten: die beiden Poller auf dem Weg in den Pfalzwiesen.
Stehen mitten auf dem Radweg und sind nicht unumstritten: die beiden Poller auf dem Weg in den Pfalzwiesen. Foto: Eberle/frei

Nachdem ein Fahrradfahrer auf dem Radweg „In den Pfalzwiesen“ in Birkenheide mit einem Poller zusammengestoßen und schwer gestürzt ist, kritisieren mehrere Leser diese Stelle als stete Gefahrenquelle. Bürgermeister Paul Poje (CDU) kündigt an, es werde nach einer Lösung gesucht.

Birkenheide. Was war passiert? Ein 23-jähriger Mannheimer war nachts auf dem Radweg unterwegs und kollidierte mit einem der zwei Poller, die dort in der Nähe des Sportgeländes des ASV Birkenheide mitten auf dem Weg stehen. Er stürzte, schlug mit dem Kopf auf den Asphalt auf und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei kam der Mann mit einem Begleiter vom Wurstmarkt und war alkoholisiert.

Dass sich der Mannheimer angetrunken auf den Sattel setzte, heißen die RHEINPFALZ-Leser ausdrücklich nicht gut. Als alleinige Erklärung für den Unfall lässt das Dietmar Christmann jedoch nicht gelten. „Wie diesem Radler ist es auch einem Bekannten ergangen, nur war dieser nüchtern und kurz abgelenkt“, berichtet er. Problematisch ist aus seiner Sicht, dass sich die beiden Poller nicht am Anfang des Radwegs oder zumindest eines Abschnitts befinden, wo sie leicht wahrgenommen werden könnten, sondern irgendwo in dessen Verlauf, wo die Leute nicht wirklich damit rechnen. „Diese Poller stellen einen gefährlichen Eingriff in den Verkehr und eine Gefahr für Radler dar“, findet er.

Die Hindernisse seien schlecht zu sehen

Vor allem bei Dunkelheit und schlechtem Wetter seien die beiden Poller nur schwer zu erkennen, bestätigt RHEINPFALZ-Leser Martin Eberle. Auf diese Gefahr habe er die Verbandsgemeindeverwaltung Maxdorf und die Kreisverwaltung in Ludwigshafen schon mehrmals hingewiesen. Durch den offenbar heftigen Zusammenstoß mit dem Mannheimer Fahrradfahrer habe sich einer der Poller verschoben und stehe jetzt noch ungünstiger als zuvor.

Sowohl Christmann als auch Eberle halten die zwei Poller mitten auf dem Radweg zudem für nutzlos. Von Autos und selbst von Traktoren würden sie außerdem einfach umfahren, was entsprechende tiefe Radspuren im Grünstreifen neben dem Weg belegen würden.

Die Verwaltung prüft den Poller-Standort

Bürgermeister Paul Poje (CDU) informiert auf Nachfrage, dass die beiden Poller tatsächlich ursprünglich einmal aufgestellt wurden, um Autofahrer daran zu hindern, den Fahrradweg als Abkürzung zu missbrauchen. Da nach dem Anfang des Weges einige Stichstraßen abzweigen, die nahegelegene Grundstücke erschließen, hätten die Poller erst nach der letzten Abzweigung aufgestellt werden können – damit die Eigentümer ihre Grundstücke weiter mit dem Auto erreichen können.

Eberles Hinweise seien bereits an die Bauabteilung weitergeleitet worden. Die werde sich mit dem Thema befassen und der Birkenheider Ortsspitze Lösungsvorschläge vorlegen. Die Ortsgemeinde müsse nämlich gehört werden, da der betreffende Abschnitt des Fahrradwegs auf ihrem Gebiet verläuft. Der Verwaltungschef räumt ein, dass die Poller zum Beispiel für die bei radfahrenden Eltern beliebten Fahrrad-Kinderanhänger eventuell etwas zu eng beieinander stehen und auch ihre autostoppende Funktion möglicherweise nicht mehr wie gewünscht erfüllen. „Wir müssen die Situation nach den neuesten Verkehrsvorschriften und Erkenntnissen beurteilen und dann schauen, was wir wie verbessern können“, sagt er.

Der Abstand zwischen den Hindernissen sei zu eng, bemängeln Radfahrer. Und die Pfosten stehen schief.
Der Abstand zwischen den Hindernissen sei zu eng, bemängeln Radfahrer. Und die Pfosten stehen schief. Foto: Eberle/Frei
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