Kommentar
Verzögerung kann teuer werden
Das Campinggebiet „Auf der Au“ bleibt für den Rhein-Pfalz-Kreis als Hauptgesellschafter der „Naherholung in den Rheinauen GmbH“ ein Problemfall. Offenbar haben sowohl GmbH als auch Camper-Verein den Aufwand, den der Rückbau der zu räumenden Grundstücke bedeutet, falsch eingeschätzt. Wenn Grundstückseigentümer mit ihren Klagen erfolgreich sind, könnte es für den Kreis teuer werden. Teurer als es aufgrund der jährlichen hohen Verluste durch den Campingplatz-Betrieb ohnehin schon ist. Bei der Kreisverwaltung sorgt das offenbar für Nervosität, denn nach außen gibt sie sich bei dem Thema zunehmend zugeknöpft und macht keine gute Figur. Anfragen werden zunächst mit Verweis darauf abgeblockt, dem Aufsichtsrat nicht vorgreifen zu wollen. Nachdem dieser getagt hat, werden die gestellten Fragen mit der Begründung abgewehrt, es habe sich um eine nichtöffentliche Sitzung gehandelt. Und der vor einigen Monaten installierte neue Geschäftsführer der GmbH steht auf Anfrage derzeit nicht für ein Interview zur Verfügung.
