Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Sperrung mit absurden Folgen

Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind schwer, deshalb dürfen sie nicht mehr über eine Brücke rollen, die eigentlich für sie gedacht
Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind schwer, deshalb dürfen sie nicht mehr über eine Brücke rollen, die eigentlich für sie gedacht ist.

Statt eine verschlissene Brücke zu sanieren, wird sie einfach für ihre Hauptnutzer gesperrt.

Ab Oktober 2022 gab es offenbar Abstimmungsgespräche mit der Landwirtschaft, dann wurde es im Dezember 2023 ernst, und die Brücke über die Bahngleise im Bobenheim-Roxheimer Süden wurde für Fahrzeuge bestimmter Größe gesperrt. Und zwar nicht mit einem Verbotsschild, das laut Straßenbehörde bislang nicht beachtet wurde, sondern mit einem Gestell, das die unerwünschten Vehikel tatsächlich von der in die Jahre gekommenen Brücke fernhält. Die Folgen werden einem schon beim Blick auf eine Karte von Bobenheim-Roxheim deutlich, denn der in Straßenbreite ausgebaute Wirtschaftsweg, auf dem sich die Brücke befindet, ist eine wichtige Achse für den landwirtschaftlichen Verkehr. Dass dieser nun durch den Ort auf der stark frequentierten Landesstraße herumgurken muss, um zu den Äckern zu gelangen, mutet absurd an. Man fragt sich, ob der Rhein-Pfalz-Kreis als Eigentümer des Wegs nicht besser daran täte, die Brücke zu ertüchtigen, statt ihre Nutzung einzuschränken.

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