Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Seniorenheime: Weitere Todesfälle und Neuinfektionen

Wie zahlreiche andere Seniorenheime auch betroffen: das Haus Theresa in Harthausen.
Wie zahlreiche andere Seniorenheime auch betroffen: das Haus Theresa in Harthausen.

In Seniorenheimen im Speyerer Umland sind in den vergangenen Tagen Bewohner im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, außerdem sind weitere Neuinfektionen bekannt geworden.

Nach Angaben von Klaus Wittmann, Leiter der Seniorenresidenz in Harthausen, sind kurz vor Weihnachten drei Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Somit gibt es seit Ausbruch der Pandemie vier Corona-Todesfälle in dem Heim, informierte Wittmann auf Anfrage. Er betonte, dass die Senioren nicht allein gestorben, sondern Angehörige bei ihnen gewesen seien. Derzeit sind laut dem Heimleiter vier Bewohner mit dem Virus infiziert, sie befinden sich in einem abgesonderten Bereich in Quarantäne. Kurz vor Weihnachten seien auch zwei Mitarbeiter, die zuvor Urlaub hatten, vor Dienstbeginn positiv auf das Virus getestet worden. „Sie wurden direkt wieder nach Hause geschickt“, sagte Wittmann. Mit Blick auf den Impfstart in Seniorenheimen sagte er, dass das Haus Theresa beim Land registriert sei und nun auf die Zusendung der Unterlagen warte, die für die Impfung notwendig seien.

Bei diesem Thema ist das evangelische Seniorenheim in Berghausen schon weiter. Es war bisher stärker von Corona-Ausbrüchen als das Heim in Harthausen betroffen. Wie Pflegedienstleiterin Gabriele Fritsch auf Anfrage informierte, wird ein mobiles Impfteam „zu 99 Prozent am 31. Dezember“ ins Seniorenheim kommen. Dort sei alles für die Impfaktion vorbereitet. Laut Fritsch starb zuletzt ein Bewohner an oder mit dem Virus. Derzeit seien drei Bewohner sowie 14 Mitarbeiter infiziert.

179 Neuinfektionen gemeldet

Die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises informierte am Montag über 179 Neuinfizierte, die dem Gesundheitsamt vom 23. Dezember bis Montag gemeldet worden seien. Davon können zehn Dudenhofen, drei Hanhofen, sieben Harthausen, zwei Otterstadt, 17 Römerberg und sechs Waldsee zugeordnet werden. Die Kreisverwaltung berichtete zudem von jeweils drei Corona-Todesfällen in Dudenhofen und Harthausen sowie einem in Römerberg. Ihr zufolge kann ein Anteil der Fallzahlen auf das Infektionsgeschehen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen in den Gemeinden zurückgeführt werden. Betroffen ist nach Angaben der Kreisverwaltung auch das Seniorenheim Sankt Sebastian in Dudenhofen. Ob die drei Todesfälle dem Altenheim zugeordnet werden können und wie viele Infizierte es dort gibt, war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Incura GmbH, die das Heim betreibt, möchte sich grundsätzlich nicht äußern, wie eine Sprecherin auf Anfrage am Montag erneut sagte.

Neuinfektionen gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung auch im Seniorenheim Rhein-Pfalz-Stift in Waldsee. Laut einer Sprecherin des Betreibers Avendi befinden sich aktuell zwei Bewohner seit einer Woche in Quarantäne. Sie seien bei einem Schnelltest positiv auf das Virus getestet worden, anschließende Tests seien negativ gewesen. Die beiden Personen hätten keine Symptome, blieben vorsorglich aber in Quarantäne, sagte die Avendi-Sprecherin. Mitarbeiter seien nicht betroffen. Einen Impftermin hat die Einrichtung noch nicht erhalten, organisatorisch sei jedoch bereits alles in die Wege geleitet.

Die Kreisverwaltung Germersheim informierte am Montag über 81 weitere Neuinfektionen seit 23. Dezember, von denen drei Lingenfeld und eine Schwegenheim zugeordnet werden können. Derzeit sind laut der Behörde 516 Kreisbürger wissentlich infiziert, davon leben 15 in Lingenfeld und sieben in Schwegenheim. Das Landesuntersuchungsamt gibt den Inzidenzwert für den Kreis Germersheim mit 119,4 und für den Rhein-Pfalz-Kreis mit 176,6 an.

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