Harthausen RHEINPFALZ Plus Artikel Schwegenheimer Straße: Grünes Licht für Zebrastreifen

Der Landesbetrieb Mobilität hat einen Fußgängerüberweg in der Schwegenheimer Straße genehmigt. Lisa Ghorbani (von links), Lisa B
Der Landesbetrieb Mobilität hat einen Fußgängerüberweg in der Schwegenheimer Straße genehmigt. Lisa Ghorbani (von links), Lisa Ball, Natalie Trimborn, Rainer Schaust und Michael Wagner betrachten die ersten grünen Linien, die die Umbaumaßnahmen andeuten.

Nicht nachzugeben hat sich gelohnt für die Harthausener: Der Fußgängerüberweg in der Schwegenheimer Straße wird kommen. Der Umgang damit muss gelernt werden.

Rückblick: Im Januar 2025 gab es die ersten Anträge zur Einrichtung eines Zebrastreifens im Ortsgemeinderat Harthausen. Im Mai suchte Bürgermeister Rainer Schaust (CDU) die Unterstützung des Landtagsabgeordneten Michael Wagner (CDU). Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) – zuständig für die Straße, die als L537 ausgewiesen ist – hatte sich zunächst quer gestellt.

Was folgte, waren Vor-Ort-Besichtigungen, mehrere kleine Anfragen Wagners an die Landesregierung und nimmermüde Eltern und Bürger, die sich für den Überweg – unter anderem durch eine Unterschriftensammlung – stark machten. Als unübersichtlich und gefährlich stuften alle die Stelle ein, vor allem für mobilitätseingeschränkte und ältere Menschen sowie Kinder. Gerade erst nach den Sommerferien hatte an der wenige Meter entfernten Straßenkurve die Kita Bachhüpfer eröffnet.

„Eine richtig große Baumaßnahme“

Eine Vereinfachung der Straßenverkehrsordnung wurde als Basis für die nachdrückliche Forderung nach einem Fußgängerüberweg herangezogen. Weder Querungszahlen noch eine besondere Gefahrenlage sind demnach länger ausschlaggebend. Dennoch gab es eine Woche nach den Sommerferien nochmals eine Verkehrszählung, berichtete Schaust am Montagnachmittag an Ort und Stelle. Nach einem erneuten Ortstermin am vergangenen Samstag mit dem LBM konnte der Bürgermeister nun offiziell Vollzug melden.

„Uns wurde ein sehr gut vorbereitetes, fertiges Konzept vorgestellt“, sagte Schaust am Montag. „Das gibt eine richtig große Baumaßnahme.“ Darauf ließen Natalie Trimborn und Lisa Ghorbani, zwei Elternlotsen, die sich mit federführend für den Fußgängerüberweg stark gemacht hatten, noch in der Schwegenheimer Straße den Sektkorken knallen. Für Wagner war es „ein Traum, dass ein Zusammenspiel von allen sich so auswirkt“.

Bürgermeister hofft auf Start im Frühjahr

Eine besondere Herausforderung ist laut Schaust die Einmündung von der Ludwigstraße aus kommend auf die L537. „Die Grünbeete müssen umgestaltet und umgebaut werden“, kündigte der Bürgermeister an. Zum Fußgängerüberweg selbst merkte er an, dass vor allem die Anbringung der entsprechenden Straßenbeleuchtung ein wichtiges Merkmal sei. Ebenso notwendig: taktile Leitsysteme für sehbehinderte und blinde Menschen.

„Es wird eine Vollsperrung geben in Harthausen“, erklärte Schaust. „Letztenendes gibt das was Gescheites.“ Der LBM kümmere sich nun um die Ausschreibungen. Das Gute laut Schaust: Die Behörde kann auf Vertragspartner der Verbandsgemeinde zurückgreifen. Auf der Straße aufgezeichnet ist bereits der Verlauf der Ver- und Entsorgungsleitungen. „Der LBM hat sich sehr kooperativ gezeigt“, sagte Schaust.

Der Bürgermeister hofft nun, dass der Übergang am Ende auch so genutzt wird wie gedacht. „Ein Zebrastreifen ist kein Allheilmittel“, gab der Speyerer Abgeordnete Wagner zu bedenken, denn: „Die Kinder müssen lernen, damit umzugehen.“

Das wird wohl auch für die Erwachsenen gelten. Der Fußgängerüberweg vor der Bäckerei Wilhelmi wird der erste in Harthausen sein. Schaust hofft, dass die Arbeiten im Frühjahr 2026 losgehen.

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