Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Schulen im Kreis: Hier soll 2023 gebaut werden

Auf der Baustelle der Realschule plus in Maxdorf tut sich seit Dezember nichts mehr.
Auf der Baustelle der Realschule plus in Maxdorf tut sich seit Dezember nichts mehr.

Es gibt immer mehr Schüler im Kreis – Tendenz steigend. Wie die weiterführenden Schulen diese Herausforderung baulich meistern wollen, hat die Verwaltung am Donnerstag bekanntgegeben.

Das Schifferstadter Paul-von-Denis-Gymnasium ist künftig 5,5-zügig – beginnt also mit sechs Klassen pro Jahrgangsstufe, die später auf fünf reduziert werden. In dem Fall stehen der Schule mehr Klassensäle zu. Diese könnten entstehen, in dem die bisherigen, recht großen Räume verkleinert werden.

Die Chemiesäle im dritten Stock des Gebäudes, die 2002 gebaut wurden, müssen laut der Kreisverwaltung dahingehend überprüft werden, ob sie noch auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Wenn nicht, wäre ein Neubau wahrscheinlich günstiger als ein Umbau. Welches dieser Vorhaben – mehr Klassenräume oder neue Chemiesäle – umgesetzt werden kann, stimmt die Verwaltung noch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Neustadt ab.

Einen Umbau der naturwissenschaftlichen Fachräume im Keller des Gebäudes schließt die Verwaltung aus. „Wegen der Lüftung müsste man in das gesamte Gebäude eingreifen“, sagt Baureferatsleiter Michael Pack, der in der Sitzung des Kreisbauausschusses am Donnerstag den aktuellen Stand des Schulbauprogramms vorstellte. Auch sollen Schäden durch Baumwurzeln auf dem Schulhof des Gymnasiums behoben und das Flachdach über den Musiksälen saniert werden.

Die steigenden Schülerzahlen machen sich auch in der Salierschule Schifferstadt bemerkbar. Hier ist ein Anbau mit zusätzlichen Klassensälen geplant. Laut der Kreisverwaltung genehmigt die ADD zwei neue Räume für die Förderschule, aus Sicht der Architekten sei ein zweigeschossiger Anbau mit vier Räumen sinnvoller. „Wir sind dabei, nachzuweisen, dass die Schülerzahlen weiter steigen“, sagt Landrat Clemens Körner (CDU).

An der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim steht der Neubau des Schulgebäudes weiterhin aus. „Wir warten immer noch auf die Genehmigung aus Neustadt“, sagt Pack. Ursprünglich sollte die Bauzeit von 2016 bis 2018 dauern. Die früheren Regionalen Schulen in Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim und Dudenhofen sollten nach der Schulstrukturreform 2009 nacheinander umgebaut werden. „Mittlerweile läuft vieles parallel“, sagt Körner.

So stehen in der Peter-Gärtner-Realschule plus in Böhl-Iggelheim ein Erweiterungsbau oder eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes zur Debatte. Entscheidend werden die Kosten sein. Bezüglich der neuen Berufsbildenden Schule, die in Böhl-Iggelheim entstehen soll, wartet die Verwaltung noch das Ergebnis der Mobilitätsuntersuchung ab.

Die Baustelle für die Erweiterung der Maxdorfer Justus-von-Liebig-Realschule plus, auf der seit Ende vergangenen Jahres Stillstand herrscht, soll im kommenden Jahr wieder aufgenommen werden. Die Arbeiten am Rohbau sollen noch in diesem Jahr an eine neue Baufirma vergeben werden. Am benachbarten Lise-Meitner-Gymnasium gerät der Schulhof mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen. Deshalb sollen Bereiche, die bereits zum Schulgelände gehören, umgebaut werden.

Um Brandschutz geht es bei den anstehenden Arbeiten in der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt. Hier werden Brandschutzvorhänge installiert, um einen zweiten Fluchtweg durch das Gebäude, anstatt wie bisher über das Dach, zu gewährleisten. Die Arbeiten finden über mehrere Jahre in den Sommerferien statt.

An der Rudolf-Wihr-Realschule plus in Limburgerhof wird laut der Verwaltung eine Sanierung der Fassaden, Böden, Fenster und Jalousien notwendig sein. Welche Kosten wegen dieser Bauvorhaben auf den Kreis zukommen, wurde in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag nicht besprochen, soll aber im Zuge der Haushaltsberatungen für 2023 thematisiert werden.

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