Rhein-Pfalz-Kreis Realschule Maxdorf: Kreis kündigt Baufirma
Die Kreisverwaltung in Ludwigshafen als Schulträger hat die Reißleine gezogen und der Baufirma gekündigt, die den Rohbau für die Erweiterung der Realschule in Maxdorf errichten sollte. Seit Mitte Dezember hat sich auf der Baustelle nichts getan.
Dort wo einmal ein Erweiterungsbau für die Justus-von-Liebig-Realschule entstehen soll, sind Rohre, Plastikfolien und ein Kran zu sehen. Doch eigentlich sollte bereits der Rohbau stehen. Seit Mitte Dezember rührt sich auf der Baustelle nichts. Die Zusammenarbeit mit der sizilianischen Firma, die den Rohbau erstellen soll, erweist sich als schwierig und nachdem der Unternehmer nun auch noch eine letzte Frist hat verstreichen lassen, hat man laut Landrat Clemens Körner (CDU) das Vertragsverhältnis aufgelöst. Bis Montag hatte die Baufirma Zeit, ihre Arbeit auf der Baustelle aufzunehmen. Getan hat sich nichts. „Wir haben diesen Schritt mit unserem Anwalt besprochen“, sagt Körner. Jetzt gelte es abzuwarten, vor allem wie der ehemalige Vertragspartner auf die Kündigung reagiere. „Wir haben ihn zu einem Treffen am kommenden Mittwoch eingeladen“, sagt der Landrat. An diesem Termin auf der Baustelle solle der Leistungsstand festgestellt werden, sprich: protokolliert werden, welche Arbeiten die Baufirma bislang erledigt habe. Davon abhängig sei auch, wie eine erneute Ausschreibung für die noch ausstehenden Arbeiten auf der Baustelle aussehe. Auf eine erneute Ausschreibung wird es laut Körner hinauslaufen.
Platznot an der Realschule
Vor vier Jahren, im Februar 2018, hatten Planer im Kreisausschuss den Entwurf für den Erweiterungsbau vorgestellt. Demnach sollen darin 13 Klassensäle und einige Nebenräume Platz finden. Das neue Gebäude ist nötig geworden, weil 2017 der Beschluss gefallen war, die neunten und zehnten Klassen der Realschule nach Maxdorf ans Schulzentrum zu holen und die Außenstelle bei der Lambsheimer Karl-Wendel-Schule aufzulösen. Das sollte zum einen den Schulalltag vor allem für die Lehrer, die pendeln mussten, erleichtern und zum anderen die Schulgemeinschaft zusammenwachsen lassen. Die Ortsgemeinde Lambsheim hatte außerdem mehr Platz beansprucht für Kita und Grundschule.
Seither ist man in Maxdorf zusammengerückt. Klassen werden teils in Containern, teils im benachbarten Gymnasium oder in Fachsälen unterrichtet. Der Neubau soll geordnete Verhältnisse schaffen und die Platznot lindern. Die Schulleitung hoffte deshalb bislang inständig, dass es mit dem Bauvorhaben zügig voran geht.