Kommunalwahl 2024 RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Pfalz-Kreis: CDU in Orts- und Verbandsgemeinden klarer Gewinner

Klarer Auszählvorteil: der Gummifingerhut, wie er in Limburgerhof zum Einsatz kam.
Klarer Auszählvorteil: der Gummifingerhut, wie er in Limburgerhof zum Einsatz kam.

Bereits nachdem die ersten (Verbands-) Gemeinden mit Auszählen fertig sind, wird klar: Zu den Verlierern bei dieser Kommunalwahl gehören SPD und Grüne. Die CDU gewinnt. Die FWG legt fast überall zu. Und mehr Wähler als die Jahre zuvor halten die AfD für eine Alternative. Ein Überblick.

Eine Gemeinde nach der anderen füllt sich im Laufe des Montags auf der Übersichtskarte des Landeswahlleiters mit Farbe. Fast immer ist es schwarz. Und ja, das hat etwas mit der CDU zu tun, die fast überall im Landkreis zulegt. Eine farbliche Markierung der Orte bedeutet: Diese Gemeinden haben ausgezählt. Es steht fest, welche Partei mit wie vielen Sitzen in den Verbandsgemeinderat oder den Ortsgemeinderat einziehen kann. Ganz vorne beim Auszählen sind Maxdorf, Dannstadt-Schauernheim und Böhl-Iggelheim. Sie haben bereits von dem Zwölf-Uhr-Leuten am Montag ihre Ergebnisse an den Landeswahlleiter in Bad Ems übertragen.

Viel schwarz in der Verbandsgemeinde Maxdorf: Die Christdemokraten können hier im Vergleich zu 2019 noch einmal zulegen. Im Verbandsgemeinderat legen sie um 16,1 Prozentpunkte zu und holen mit 53,2 Prozent sogar die absolute Mehrheit. Die CDU wird mit 15 Mandaten im neuen Verbandsgemeinderat vertreten sein, vier mehr als in der vergangenen Legislaturperiode. Ebenfalls zugelegt hat die gemeinsame Liste von FDP und FWG – um 3,2 Prozent auf 14,3. Das bedeutet vier Sitze für die Liberalen, einen mehr als in den vergangenen fünf Jahren. Stimmen eingebüßt haben die Sozialdemokraten und die Grünen. Die SPD kommt auf 21,5 Prozent (minus 6,1), die Grünen auf 10,9 (minus 4,6). Die SPD verliert zwei Mandate und ist nur noch mit sechs Vertretern im VG-Rat, die Grünen haben mit drei Sitzen einen weniger. Die Freien Wähler um Emmi Seitz waren nicht mehr angetreten.

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CDU: Zweimal absolute Mehrheit

Ähnlich sieht es in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Maxdorf aus. Auch im Ortsgemeinderat Maxdorf hat die CDU künftig die absolute Mehrheit. 55,9 Prozent (plus 14,4) bedeuten zwölf Sitze (plus drei). Die anderen drei Parteien im Maxdorfer Rat haben jeweils einen Sitz verloren. Auf die SPD entfielen 21,9 Prozent der abgegebenen Stimmen (minus 7,6), was fünf Sitze bedeutet. Auf die Grünen entfallen bei 11,2 Prozent der abgegebenen Stimmen (minus 5,5) drei Mandate. Die FDP verliert 1,3 Prozentpunkte und holt mit elf Prozent der Stimmen noch zwei Sitze.

Stärkste Kraft in Fußgönheim ist die FWG. 44,5 Prozent der abgegebenen Stimmen haben die Freien Wähler bekommen und damit ein sattes Plus von zehn Prozentpunkten eingefahren. Sie sind jetzt mit neun Vertretern im Ortsgemeinderat, zwei mehr als in der vergangenen Legislaturperiode. Verloren hat diese zwei Sitze die SPD, die nur noch auf 22,9 Prozent kommt und damit 9,9 Punkte verloren hat. Fünf Sozialdemokraten ziehen in den Rat ein. Wie schon vor fünf Jahren, so hat die CDU auch heuer 32,6 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen. Damit umfasst die Fraktion der Christdemokraten weiterhin sechs Sitze.

Auch in Birkenheide hat in den kommenden fünf Jahren die CDU das Sagen im Rat. Hier waren lediglich Christ- und Sozialdemokraten mit Listen auf den Wahlzetteln vertreten. Die Freien Wähler um die ehemalige Bürgermeisterkandidatin Emmi Seitz waren auch hier nicht mehr angetreten. Entsprechend hoch sind hier die Gewinne bei der CDU ausgefallen. 77,6 Prozent der Stimmen bedeuten einen Zuwachs von 26 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Die CDU wird mit 16 Sitzen (plus fünf) im Ortsgemeinderat vertreten sein. Die SPD kommt mit 22,4 Prozent (minus 5,2) auf vier Sitze (minus eins).

Verhältnisse verschieben sich zugunsten der FWG

In der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim setzt sich der Trend, auf Schwarz zu setzen, fort. Die CDU kommt auf 49,9 Prozent der Stimmen und damit auf 14 Sitze im Verbandsgemeinderat anstatt wie bisher auf zwölf. Die SPD kann hier immerhin ihre sechs Sitze halten. Die FWG bleibt bei fünf. Die Grünen verlieren zwei Mandate und haben damit noch drei.

Mit Blick auf die drei Ortsgemeinden verschieben sich die Verhältnisse ein wenig – zweimal zugunsten der FWG. In der Ortsgemeinde Rödersheim-Gronau erreicht die FWG 49,8 Prozent und verpasst nur knapp die absolute Mehrheit. Sie gewinnt einen Sitz dazu und hat damit zehn im Ortsgemeinderat. Die CDU bleibt bei sieben Sitzen. Die SPD verliert einen Sitz und hat noch drei. In Hochdorf-Assenheim spiegelt sich die Ortsbürgermeisterwahl im Ratsergebnis wider. Bürgermeister Walter Schmitt (FWG) wurde mit fast 90 Prozent der Wählerstimmen wiedergewählt. Im Ortsgemeinderat kommen die Freien Wähler auf 61,9 Prozent der Stimmen. Damit haben sie zwölf statt elf Sitze. Die CDU gewinnt zwei Sitze dazu und hat damit acht. Die SPD ist raus aus dem Rat. Sie hatte gar keine Liste mehr für diese Wahl aufgestellt. In der Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim zeigt sich das Ergebnis wieder bunter: SPD und FDP bleiben bei sechs beziehungsweise drei Sitzen. Die Christdemokraten gewinnen zwei dazu und kommen damit auf 13 Mandate. Die Grünen verlieren auch hier, immerhin bleiben ihnen zwei Sitze, um im Ortsgremium mit Politik zu machen.

In Böhl-Iggelheim gibt es überhaupt keine großen Ausreißer. Es verlieren allerdings auch hier die Grünen, sie haben nur noch drei statt fünf Sitze im Gemeinderat. Die SPD kommt auf fünf statt sechs Sitze. CDU, FWG und AfD gewinnen jeweils einen Sitz dazu. Das heißt, die Christdemokraten können zehn Mitglieder in den Gemeinderat entsenden, die Freien Wähler fünf, ebenso wie die AfD.

Mutterstadt: Erster roter Fleck im Kreisgebilde

Am Nachmittag zieht Mutterstadt als nächste Gemeinde mit allen Ergebnissen nach. Und ein erster roter Fleck auf der Landkreiskarte des Landeswahlleiters erscheint. Die Sozialdemokraten verlieren zwar auch hier Wählerstimmen, bleiben aber immerhin mit 35,6 Prozent die stärkste Kraft im Ort. Ihnen bleiben zehn von bislang elf Sitzen im Gemeinderat. Die CDU kommt auf 27,1 Prozent der Wählerstimmen und behält ihre acht Mandate. Die FWG allerdings legt auch in Mutterstadt zu: Ihr Ergebnis sind 26,6 Prozent, und damit haben sie sieben statt fünf Sitze im Gemeinderat. Verlierer sind erneut die Grünen. Sie kommen auf 10,7 Prozent der Stimmen und noch drei Sitze. Vier waren es bislang.

Wenige Minuten später ist auch der letzte von 15 Stimmbezirken in Limburgerhof ausgezählt. Bad Ems stellt eine Gemeindekachel mehr im Rhein-Pfalz-Kreis-Gefüge auf schwarz. Die CDU hat hier zugelegt. Ebenso die FWG. SPD und Grüne verlieren Stimmen. Die FDP bleibt gleichauf. Im Einzelnen heißt das: Die Christdemokraten kommen auf 31,3 Prozent der Stimmen und damit dürfen sie neun statt bisher acht Sitze im Gemeinderat einnehmen. Die FWG kommt auf 27,5 Prozent und darf künftig acht statt wie bislang sechs Sitze bekleiden. Die Sozialdemokraten verlieren zwei Mandate, sie haben fortan noch sechs. Die Grünen drei statt vier. Die FDP hatte zwei und behält zwei Mandate im Gemeinderat.

Schifferstadt: Grüne der große Verlierer

Die Grünen sind auch der große Verlierer in Schifferstadt. Von zehn Sitzen bleiben noch fünf übrig. Und das in einer Stadt mit einer grünen Bürgermeisterin Ilona Volk. CDU (elf Sitze) und SPD (fünf) bleiben konstant auf dem Niveau von 2019. Die Christdemokraten sind die stärkste Kraft im neuen Stadtrat. Gewinner ist in Schifferstadt die AfD, die statt drei nun fünf Vertreter im Stadtrat hat. FWG und Bürger für Schifferstadt haben ebenfalls jeweils fünf Sitze erreicht.

Der schwarze Balken ist auch in der Verbandsgemeinde Rheinauen der größte des Diagramms. Ein schwarzer Fleck mehr auf der Karte. Die CDU gewinnt einen Sitz für den Verbandsgemeinderat hinzu, hat nun zwölf. Dagegen müssen die Grünen auch hier einen Verlust hinnehmen, einen Sitz abgeben und sind fortan nur noch zu fünft im Gremium. Die SPD bleibt bei acht Mandaten, die FDP und FWG Altrip bei vier, die FWG VG bei drei Sitzen.

FDP Sieger, CDU Verlierer in Neuhofen

In der Ortsgemeinde Altrip stehen erst am frühen Montagabend die Ergebnisse für den Ortsgemeinderat fest. Man liegt hier insofern im Trend, dass die Freien Wähler dazugewinnen: Sie sind mit 37,4 Prozent stärkste Kraft und dürfen sich auf neun Sitze freuen (plus zwei). Die CDU bleibt bei fünf Mandaten. Die SPD verliert einen Sitz und kommt damit ebenfalls auf fünf Sitze. Die Grünen verlieren in dem Gremium einen Sitz und haben fortan vier.

Noch später an diesem Tag hat Neuhofen ausgezählt. Und auch das gibt es bei dieser Kommunalwahl: Die CDU verliert an Stimmen. Zwar nur leicht, doch es reicht, dass sie in Neuhofen künftig nur noch sechs statt bislang sieben Sitze im Ortsgemeinderat hat. Stärkste Partei im Gremium ist die FDP, die im Vergleich zu 2019 noch einen Sitz dazugewinnt und nun zu siebt im Rat vertreten ist. Die SPD behält ihre sechs Mandate. Die Grünen sind mit zwei Vertretern im Rat. Die grüne Liste Neuhofen hat einen Sitz bekommen.

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