Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Realschulneubau: Wahl bei Heizung fällt auf Geothermie

Hinter diesem Altbau der Realschule plus entstehen neue Klassen- und Fachräume.
Hinter diesem Altbau der Realschule plus entstehen neue Klassen- und Fachräume.

Den Baubeginn für die neue Realschule plus in Bobenheim-Roxheim hat die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises erneut verschoben: auf die Sommerferien. Aber wenigstens die Frage nach der besten Heizung und der Belüftung ist geklärt.

Im vergangenen Herbst hatte die Bauabteilung der Kreisverwaltung noch gehofft, den schon einmal für Sommer 2020 geplanten Baustart im Februar verkünden zu können, doch daraus wird nichts. Der Förderantrag beim Land sei noch nicht gestellt. „Wir sind diesbezüglich in engem Austausch mit der Schulbauaufsicht“, informiert der Kreis auf Anfrage. Momentan sei man immer noch bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Bauvarianten. „Danach werden wir mit dem Förderantrag den vorzeitigen Baubeginn beantragen“, gibt Pressesprecherin Kornelia Barnewald die Auskunft der Bauabteilung wieder.

Bei besagten Varianten geht es um das Heizsystem, das zu 100 Prozent mit regenerativer Energie „befeuert“ werden soll. Laut Barnewald hat die Geothermie das Rennen gemacht. Sie liege hinsichtlich der Investitionskosten zwar gleichauf mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe, sei aber im Betrieb und in der Unterhaltung günstiger. Außerdem entstünden durch die Wärmepumpe Emissionen, die eventuell zu Belästigungen führen könnten.

Eisspeicherheizung ist zu teuer

Für die Geothermieanlage kann laut Kreisverwaltung die Probebohrung vom vergangenen Jahr in das benötigte Erdsondenfeld integriert werden. Somit sei diese Bohrung nicht verloren und reduziere die Investitionskosten um etwa fünf Prozent. Die Eisspeicherheizung habe sich als die aufwendigste und teuerste Variante herausgestellt, weshalb sie verworfen worden sei.

Klar ist jetzt auch, dass in den Neubau eine Belüftungsanlage eingebaut wird, um den Luftaustausch in den Klassenzimmern sicherzustellen. Sie werde auf dem Dach positioniert und gehe mit der Fertigstellung beider Bauabschnitte in Betrieb. Denn vorgesehen ist, dass zuerst die eine Hälfte des dreistöckigen Gebäudes errichtet wird, in der die Klassenräume untergebracht werden. Nach dem Umzug der Schüler wird das aus den 60er-Jahren stammende Schulhaus abgerissen, und die andere Hälfte des Neubaus mit Fach-, Multifunktions- und Verwaltungsräumen entsteht.

Aktuell wird nach Auskunft der Kreisverwaltung die alte Sporthalle abgerissen, um an dieser Stelle den neuen Pausenhof herzustellen. Das müsse im Vorfeld abgeschlossen sein, damit während der Bauphase in den Unterrichtspausen kein Kreuzungsverkehr zwischen Baustelle und Schulbetrieb erfolge.

x