Hochdorf-Assenheim / Rödersheim-Gronau RHEINPFALZ Plus Artikel Radweg: Die einen wollen Licht, die anderen nicht

Ist eine Beleuchtung notwendig, fragen sich die Rödersheim-Gronauer Ratsmitglieder.
Ist eine Beleuchtung notwendig, fragen sich die Rödersheim-Gronauer Ratsmitglieder.

Soll der Radweg zwischen den Ortsteilen Assenheim und Gronau beleuchtet werden? Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) baut derzeit die Umgehungsstraße um Assenheim herum und könnte die Rohre verlegen.

Die Umgehungsstraße soll einmal vom Kreisverkehr an der A65-Brücke um Assenheim herum nach Rödersheim-Gronau führen und so den Ortsteil vom Verkehr entlasten. Zwischen dem Gelände des Turnerbunds Assenheim am nördlichen Ortsrand und dem Gronauer Gewerbegebiet wird ein Abschnitt der bestehenden Kreisstraße dafür zurückgebaut. Sie wird künftig mit einem Schwenk nach rechts auf die Umgehungsstraße münden. An dieser Einmündung wird der parallel verlaufende Fahrrad- und Wirtschaftsweg beide Straßen kreuzen und an dieser Stelle auch beleuchtet.

Nun standen der Hochdorf-Assenheimer und der Rödersheim-Gronauer Rat vor der Frage, ob der Weg bis nach Assenheim beziehungsweise bis nach Gronau ebenfalls beleuchtet werden soll. „Denn jetzt ist der Boden ohnehin aufgebuddelt, und der LBM könnte zumindest die Leerrohre verlegen, damit die Straßenlaternen auch später noch angeschlossen werden, falls die Kommunen sich das aktuell nicht leisten können“, erläuterte Sachbearbeiterin Nadine Hahn von der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Die Kosten müssten nämlich die beiden Ortsgemeinden übernehmen. Für die vier Laternen, die Richtung Assenheim nötig wären, würden schätzungsweise 40.000 Euro anfallen, für die fünf Anlagen Richtung Gronau wohl 50.000 Euro.

Rödersheim-Gronau sagt Nein zu Licht

Der Weg sei jahrelang nachts dunkel gewesen, sagte Axel Fischer (SPD), als das Rödersheim-Gronauer Dorfparlament das LBM-Angebot diskutierte. Er kenne auch viele andere unbeleuchtete Radwege. „Deswegen sehe ich bei unserer Haushaltslage keinen Grund, für 50.000 Euro einen Weg zu beleuchten, der noch nie beleuchtet war“, erklärte er. Zumal zu diesem Betrag noch zusätzliche Kosten für den erforderlichen Fachplaner hinzukämen.

„Ich fände es sinnvoll, aber es ist sehr teuer“, merkte Jürgen Lauinger (FWG) an. Falls der Rat sich für die Beleuchtung entscheide, solle diese aber richtig gemacht werden. Was er darunter verstand? Das erklärte er so: „Es gibt Module mit Sensoren, damit die Beleuchtung nicht die ganze Zeit mit voller Intensität läuft, sondern nur, wenn jemand dort entlangkommt.“ Lauinger räumte jedoch an, dass das selbstverständlich noch teurer wäre.

Artur Oberbeck (CDU) lehnte die Option ab. Denn die Radwege in alle anderen Nachbargemeinden seien ebenfalls unbeleuchtet. Letztlich sprachen sich 13 der Rödersheim-Gronauer Politiker dagegen aus, den Weg auf ihrer Gemarkung zu beleuchten, drei waren dafür, zwei enthielten sich.

Hochdorf-Assenheim möchte Leerrohre

Die Hochdorf-Assenheimer Ratskollegen erfuhren von Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG), dass der Rechnungshof an der Querung drei Leuchten forderte. Die müsse aber der Rhein-Pfalz-Kreis bezahlen. Die weiteren vier Leuchten seien optional und von der Ortsgemeinde zu finanzieren.

Wolfgang Handrich (SPD) betonte, es gehe um die Verkehrssicherheit. Wer auf dem vorhandenen Weg, der tiefer als die Straße ist, schon einmal nachts mit dem Fahrrad nach Gronau gefahren sei, wisse, „dass man da nichts sieht“. Denn es sei dort stockdunkel, und das Licht der Fahrzeuge blende schon sehr.

„Ich hätte auch kein Problem, wenn wir das ganz machen“, sagte Schmitt. Allerdings sollte der Haushalt abgewartet werden, damit die finanziellen Möglichkeiten klar seien. Deswegen empfahl er, den LBM auf jeden Fall Leerrohre verlegen zu lassen, was nicht so viel koste. Straßenlaternen könnten später immer noch montiert und angeschlossen werden.

Erst sollen die Finanzen geprüft werden

Monika Schönbucher (FWG) pflichtete Handrich bei. So nah beim TB Assenheim sei der Sicherheitsfaktor wichtig. Zugleich stimmte sie dem Ortschef bei, dass vor dem Vollausbau die Finanzierung stehen müsse.

Uwe Beutelmann (CDU) befürwortete die Leerrohr-Idee. „Dann werden wir sehen, was unser Haushalt hergibt“, sagte er. Das unterstützte sein Parteikollege Christoph Saliba. Ohne dieses Zahlenwerk zu kennen, wäre ein Beschluss für Straßenlaternen unseriös, argumentierte er. Das sahen schließlich alle Vertreter von CDU, FWG und SPD so und sprachen sich dafür aus, auf dem Assenheimer Abschnitt zumindest schon mal die Rohrleitungen verlegen zu lassen.

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