Mutterstadt
Pfalzring soll zur Radelstrecke werden
Im Februar hatte das Gremium bestimmt, einen Planer zu beauftragen, der sich die gut 2,4 Kilometer lange Strecke unter die Lupe nimmt und Vorschläge erarbeitet, wie im Pfalzring – von der Ludwigshafener bis zur Schifferstadter Straße – die Situation für Fahrradfahrer verbessert werden kann. Den Zuschlag erhielt das Ingenieurbüro Dieter Bauer aus Jockgrim (Kreis Germersheim). Herausgekommen ist ein umfangreiches Papier mit vielen Karten, in denen Abschnitt für Abschnitt die Gegebenheiten und Möglichkeiten dargelegt wurden.
In der jüngsten Sitzung des Gremiums für Verkehrsfragen fasste Dieter Bauer die Ergebnisse zusammen: Demnach haben er und sein Team auf der Strecke unter anderem die 19 Einmündungen, die Fahrbahn- und Gehwegbreiten und die Parkmöglichkeiten unter die Lupe genommen und Varianten geprüft, die die Straßenverkehrsordnung für Radler bereit hält. Das Fazit: Für einen einseitigen Zweirichtungsradweg oder Radfahrstreifen genügte der Platz nicht. Einen kombinierten Geh- und Radweg zu bauen, wäre aufwendig und damit kostenintensiv. Eine weitere Überlegung war, die Streckenführung zu ändern, etwa ab der Rheingönheimer Straße über zum Teil unbefestigte Wirtschaftswege. Auch dies wurde vom Planer nicht empfohlen, vor allem, weil sich dadurch die Situation im Bereich Mandelgraben-Grundschule nicht verbessern würden. Doch genau das war ein Anliegen der Kommunalpolitiker gewesen.
Anwohner einbeziehen
Blieben noch der Schutzstreifen (so wie bereits im Blockfeld realisiert) und die Fahrradstraße (wie zum Beispiel in der Stuhlbruderhofstraße) übrig. Der Fahrradschutzstreifen wird mit einer gestrichelten Linie auf der Fahrbahn markiert, ist vorrangig für Radler bestimmt und darf nur bei Bedarf von Fahrzeugen überfahren werden. Diese Schutzstreifen werden für den Pfalzring ab der Ludwigshafener Straße bis zwischen den beiden Einmündungen der Frankenstraße sowie ab etwa der Einmündung der Ginsterstraße bis zur Schifferstadter Straße empfohlen. Dabei könne in Teilen der Strecke auf einer Fahrbahnseite der Gehweg in mitbenutzt werden. Ein weiterer Vorteil des Schutzstreifens ist, dass diese die Fahrbahn verengen, sodass langsamer gefahren werde, warf der Beigeordnete Frank Pfannebecker (CDU) ein.
Des Weiteren ist das Halten und Parken von Fahrzeugen auf dem Schutzstreifen verboten. Und hier sah Planer Dieter Bauer ein Problem im Abschnitt von der Ginsterstraße, Speyerer Straße bis zur Waldstraße. Hier würden Parkplätze wegfallen. Er empfiehlt, mit den Anwohnern bei der Einführung dahingehend Gespräche zu führen, damit die Umsetzung auch auf Akzeptanz stoße. Das sei auch geplant, sagte Frank Pfannebecker. Der Beigeordnete habe zudem zu verschiedenen Zeiten die parkenden Autos im besagten Bereich gezählt. Im Durchschnitt hätten im Abschnitt Ginsterstraße – Speyerer Straße beidseitig 20 Fahrzeuge geparkt und im Abschnitt Speyerer Straße – Waldstraße 23 Fahrzeuge.
Zustimmung aus dem Gremium
Eine Fahrradstraße wird auf dem Pfalzring im Bereich der Frankenstraße bis zur Ginsterstraße vorgeschlagen. Das bezieht der Bereich vor der Mandelgraben-Grundschule mit ein. Eine Fahrradstraße wird auf der Fahrbahn und mit einem Schild als solche markiert. Grundsätzlich ist sie dem Radverkehr vorbehalten, anderen Fahrzeugen kann das Fahren dort erlaubt werden. Es gilt zwingend Tempo 30, und das Parken ist erlaubt.
Bei den Gremiumsmitgliedern, darunter auch Vertreter der Agenda 21, kam das Konzept gut an. Unter anderem auch, weil die Maßnahmen unkompliziert, kostengünstig und schrittweise umzusetzen seien. Die Verwaltung wolle nun weitere Schritte einleiten, die Kosten schätzen und empfehlen, mit dem Einrichten der Fahrradstraße zu beginnen, erläuterte der Beigeordnete.